Meta treibt den Ausbau seiner KI-Infrastruktur mit Nachdruck voran und setzt dabei verstärkt auf Atomenergie. Der Konzern hat Vereinbarungen mit drei Unternehmen aus dem Nuklearsektor geschlossen: Vistra, TerraPower und Oklo. Sie sollen den enormen Energiebedarf des neuen „Prometheus“-Superclusters decken, der derzeit in einem Rechenzentrum in New Albany im US-Bundesstaat Ohio entsteht. Finanzielle Details wurden nicht genannt.
Konzernchef Mark Zuckerberg hatte Prometheus im Sommer als zentrales Projekt für Metas nächste KI-Generation vorgestellt. Der Start des Systems ist für 2026 geplant. Zusammen sollen die Energieprojekte der drei Partner bis 2035 eine Leistung von 6,6 Gigawatt liefern – mehr als der gesamte Strombedarf des Bundesstaats New Hampshire.
Meta beteiligt sich an der Finanzierung bestehender Atomkraftwerke von Vistra in Ohio und Pennsylvania, um deren Laufzeit zu verlängern und die Stromproduktion zu erhöhen. Die Reaktoren von TerraPower und Oklo befinden sich noch in der Entwicklungsphase. Laut Meta könnten dadurch tausende Jobs im Bau sowie mehrere hundert dauerhafte Arbeitsplätze entstehen.
Der Schritt unterstreicht Metas Strategie, sich frühzeitig Energiequellen für den Ausbau hochleistungsfähiger KI zu sichern. Auch andere Tech-Giganten wie Amazon und Google setzen zunehmend auf Kernenergie. Gemeinsam unterstützen sie das Ziel, die weltweite Atomstromproduktion bis 2050 zu verdreifachen.
Meta ist derzeit keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR. Anleger sollten die Aktie aber auf die Watchlist packen. Kann das Unternehmen in den kommenden Monaten aber mit positiven News aufwarten und auch im Bereich KI-Infrastruktur weiter vorankommen, könnte die Aktie aber auch schnell wieder ins Laufen kommen. Ein wichtiges charttechnische Signal wäre der Sprung über die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 674,70 Dollar verläuft.
09.01.2026, 13:24