Nvidia ist heute eines der wertvollsten Unternehmen der Welt – und gleichzeitig gemessen an den erwarteten Gewinnen so günstig bewertet wie seit Jahren nicht mehr. Genau darin liegt das Bewertungsparadoxon: Der Kurs ist stark gestiegen, doch die Gewinne sind noch schneller gewachsen.
- Das Forward-KGV liegt aktuell bei unter 25 und damit auf einem Niveau wie zuletzt vor rund sieben Jahren.
- Bruttomargen von über 70 Prozent zeigen die außergewöhnliche Ertragskraft.
- Die Nachfrage nach KI-Rechenleistung bleibt hoch und stützt den weiteren Ausbau der Infrastruktur.
Damit verliert die reine Höhenangst vor der enormen Marktkapitalisierung an Aussagekraft. Entscheidend ist nicht, wie groß Nvidia inzwischen geworden ist, sondern wie stark Umsatz und Gewinn weiter wachsen.
Gewinne wachsen schneller als der Kurs
In früheren Boomphasen wurde Nvidia regelmäßig mit deutlich höheren Bewertungsmultiplikatoren gehandelt. KGVs von 40 oder 50 waren keine Seltenheit.
Heute liegt das Forward-KGV trotz der enormen Kursrally bei unter 25. Der Grund ist simpel: Die Gewinne je Aktie sind in den vergangenen Quartalen schneller gestiegen als der Aktienkurs.
Nvidia wächst damit buchstäblich in seine Bewertung hinein. Genau das unterscheidet die aktuelle Situation von klassischen Übertreibungsphasen, in denen Kurse weit stärker steigen als die fundamentale Ertragskraft.
Margen bleiben außergewöhnlich hoch
Hinzu kommt die enorme Profitabilität. Bruttomargen von über 70 Prozent und hohe freie Cashflows zeigen, wie stark Nvidias Marktstellung weiterhin ist.
Großkunden wie Microsoft, Meta oder Alphabet investieren weiter massiv in Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Ein großer Teil dieser Investitionen landet direkt oder indirekt bei Nvidia.
Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach den neuesten Plattformen hoch. Der weltweite Umbau klassischer Rechenzentren hin zu beschleunigtem Computing ist noch lange nicht abgeschlossen.
KI-Ausbau bleibt der zentrale Treiber
Nvidia profitiert dabei nicht nur vom Training neuer KI-Modelle. Auch Inferenz, Cloud-Anwendungen, Unternehmenssoftware, Robotik und autonome Systeme benötigen immer mehr Rechenleistung.
Damit verbreitert sich die Nachfragebasis zunehmend. Nvidia verkauft längst nicht mehr nur einzelne GPUs, sondern komplette Plattformen aus Rechenleistung, Netzwerk, Software und Systemarchitektur.
Je stärker KI in reale Anwendungen wandert, desto größer wird der Bedarf an genau dieser Infrastruktur.
Die Bewertung erzählt eine andere Geschichte
Die enorme Marktkapitalisierung wirkt auf den ersten Blick abschreckend. Doch auf Basis der erwarteten Gewinne ist Nvidia heute deutlich moderater bewertet als in früheren Phasen.
Für den Megatrend Folger bleibt der Konzern deshalb ein zentraler KI-Wert. Solange Gewinne, Margen und Nachfrage weiter so stark wachsen, spricht wenig dafür, die Aktie allein wegen ihrer Größe als teuer abzuschreiben. Wer noch mehr aus dem Potenzial von Nvidia herausholen will kann zudem auf einen optimal ausgewählten Optionsschein setzen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Aktien der Nvidia befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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