12.12.2017 Thorsten Küfner

Marine Harvest: Was jetzt wichtig wäre

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Marine Harvest
Trendthema

Eine klassische Bullenfalle: Kurz nachdem die Aktie des weltgrößten Zuchtlachsproduzenten Marine Harvest der Sprung auf ein Allzeithoch und damit ein neues Kaufsignal generiert hat, stürzte der Kurs ab. Grund hierfür war der überraschend deutliche Preisrückgang für Lachse im Zuge hoher Produktionszahlen.

Im Zuge dessen korrigierten auch einige Analysten ihre Gewinnprognosen nach unten und wurden bei den Einschätzungen für die Aktie vorsichtiger. Zudem verringerte der Fonds DNB Norge Selektiv III den Bestand anm Marine-Harvest-Anteilen um 14 Prozent. Dies belastete den Aktienkurs natürlich zusätzlich. Dadurch hat sich natürlich auch das Chartbild erheblich eingetrübt. So ist der langfristige Aufwärtstrend gerissen worden. Auch einige andere wichtige Unterstützungen – zuletzt ein Support im Bereich der 140-Kronen-Marke – konnten der Aktie keinen Halt geben.

Nun wäre es für den weiteren Kursverlauf sehr wichtig, dass zumindest die Unterstützung im Bereich zwischen der 130-Kronen-marke und dem bisherigen Jahrestief bei 128,20 Kronen hält. In diesem Fall dürfte es zu einer deutlichen Gegenbewegung kommen bei der Aktie, mittlerweile seit knapp acht Wochen nahezu ausnahmslos fällt. Gelingt die Stabilisierung an dieser Unterstützung hingegen nicht, so rücken die Supports bei 125 Kronen in den Fokus.

Ruhe bewahren, Stoppkurs beachten!
Kursrückgänge im Zuge von Rückgängen der Lachspreise gab es und wird es bei Marien Harvest immer wieder geben. Grundsätzlich bleiben die mittel- bis langfristigen Aussichten für den Weltmarktführer und dessen günstig bewertete Aktie aber weiterhin gut. Bereits investierte Anleger sollten den Stoppkurs bei 13,00 Euro beachten, der bei einem Rutsch unter die Unterstützungsmarke um den Bereich von 130 Kronen ausgelöst würde.

Nicht investierte Anleger sollten an der Seitenlinie verharren, bis eine Bodenbildung erfolgreich abgeschlossen wurde.