Börsen-Achterbahn: Jetzt richtig handeln
Foto: Shutterstock
28.04.2021 Carsten Kaletta

LVMH-Aktie mit neuen Kurszielen...

-%
LVMH

Die Lust auf Luxust lebt in diesem Jahr so richtig auf. Das belegen vor allem die jüngsten Quartalszahlen der französischen Luxusgüter-Konzerne. Auch wenn die Aktien zuletzt gut gelaufen sind, sehen Analysten für die Aktie des Branchenprimus LVMH noch Luft nach oben.

So hat RBC die Einstufung für LVMH auf "Outperform" bei einem Kursziel von 635 Euro belassen. Analyst Piral Dadhania verwies in seiner Studie darauf, dass ein von Großaktionär Bernard Arnault kontrolliertes Unternehmen im April LVMH-Aktien für 125 Millionen Euro gekauft habe, nach 42 Millionen Euro im März. Timing und Volumen der Käufe seien bemerkenswert, denn allein in den ersten vier Monaten 2021 habe Arnault bereits 300 000 Papiere des Luxusgüterkonzerns erworben. Ganz zu schweigen davon, dass sich die LVMH-Aktie nach den starken Ergebnissen 2020 und im ersten Quartal 2021 auf einem Allzeithoch befinde.

Noch optimistischer ist die HSBC-Bank.  Zwar hat die britische Investmentbank LVMH nach der "phänomenalen Kursentwicklung" von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 605 auf 660 Euro angehoben. Analyst Erwan Rambourg setzt laut einer vorliegenden Branchenstudie im Luxussektor nun auf Kering, Richemont und Burberry.

Die LVMH-Aktie pendelt am Mittwoch um die Nulllinie und notiert aktuell bei 632 Euro. Damit ist das Allzeithoch von 637,70 Euro in unmittelbarer Reichweite.

LVMH (WKN: 853292)

DER AKTIONÄR favorisiert nach wie vor LVMH innerhalb der Luxusgüter-Branche. Die Aktie der weltweiten Nummer 1 ist zwar mit einem 2021er-KGV von 39 höher als Kering (29) oder auch Burberry (37) bewertet. Dennoch:  Zum einen verdient der Branchen-Primus stets einen Bewertungs-Bonus. Zum anderen ist die Strahlkraft und Markenmacht von LVMH-Produkte derart hoch, dass es den Franzosen beeindruckenderweise gelungen ist, Preiserhöhungen sogar im Pandemiejahr 2020 durchzusetzen. Das spricht dafür, dass das von Bernard Arnault geführte Unternehmen seinen Vorsprung auf die Konkurrenz in der Nach-Corona-Ära tendenziell weiter ausbauen wird. Fazit. Dabeibleiben. Kursziel: 660 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)