13.05.2019 Thorsten Küfner

Lufthansa: Rein ökonomisch ist das Käse

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Lufthansa
Trendthema

Die Nachrichtenlage hatte es erwarten lassen: Die Zuspitzung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran sowie im Handelsstreit sorgen für Abgabedruck bei den Airline-Titel. Dementsprechend geht es auch mit der Aktie der Lufthansa weiter bergab, was zu einer ökonomisch eigentlich unsinnigen Situation führt.

Denn nun liegt der Börsenwert der Lufthansa mit 8,6 Milliarden Euro wieder klar unter dem zuletzt ausgewiesenen Eigenkapital in Höhe von 9,7 Milliarden Euro.

Natürlich gibt es derartige Gemengelagen an der Börse oftmals. Aber in der Regel nur bei Unternehmen mit tiefgreifenden Problemen. Doch die Lufthansa dürfte pro Jahr weiter Gewinne von knapp zwei Milliarden Euro scheffeln. Auch die Prognosen für die kommenden Jahre geben Anlass zur Zuversicht (siehe Grafik). Die Marktstellung ist stark und die Bilanz solide.

Übertreibungsphasen können lange dauern...
Doch es gibt an der Börse eben immer wieder Übertreibungsphasen – und diese können mitunter richtig lange anhalten. Derzeit sorgen sich die Marktteilnehmer bei der Lufthansa vor einer ganzen Reihe von möglichen Belastungsfaktoren. Das Momentum spricht derzeit einfach gegen Airline-Aktien.

Vorerst nicht einsteigen
Der Chart spricht eine klare Sprache: Anleger sollten hier vorerst nicht ins fallende Messer greifen. Wer bereits investiert ist, beachtet den Stopp bei 16,80 Euro.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Lufthansa.