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Lufthansa: Jetzt auch noch das...

Lufthansa: Jetzt auch noch das...
Foto: Andreas Arnold/picture alliance/dpa
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Thorsten Küfner Heute, 08:30 Thorsten Küfner
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Die Aktie der Lufthansa leidet derzeit unter den zuletzt weiter gestiegenen Ölpreisen. Und nun verschärft sich für die Airline auch noch der Wettbewerb am Hauptstadtflughafen BER. Denn die Fluggesellschaft Emirates darf künftig voraussichtlich ebenfalls den Flughafen Berlin-Brandenburg ansteuern und Berlin mit ihrem Drehkreuz Dubai verbinden.

Dort könnten Passagiere auf zahlreiche Emirates-Flüge zu weiteren Zielen umsteigen. Die Bundesregierung hat Emirates neben den vier bisherigen deutschen Flughäfen einen weiteren deutschen Landepunkt zugestanden. Die Zahl der Verbindungen soll dabei begrenzt werden. Der BER wird in der Mitteilung der Bundesregierung zwar nicht ausdrücklich genannt. Emirates bemüht sich jedoch seit Jahren um die Genehmigung, den Flughafen in Schönefeld anzufliegen.

Für Lufthansa bedeutet die Vereinbarung zusätzliche Konkurrenz im internationalen Berlin-Verkehr. Der Konzern hatte sich bereits zuvor gegen weitere Verkehrsrechte für Emirates in Deutschland ausgesprochen und kritisiert nun den Beschluss der Bundesregierung deutlich.

"Die heute vereinbarte Ausweitung von Verkehrsrechten zugunsten der Vereinigten Arabischen Emirate verlagert Wertschöpfung und Arbeitsplätze an den Golf und verstärkt die Wettbewerbsverzerrung weiter", teilte eine Sprecherin mit. "Die angespannte Lage bei den innerdeutschen Strecken, die die Metropolregionen an heimische Drehkreuze anbinden, wird mit dieser Politik weiter belastet."

Seit Jahren Streit über zusätzliche Rechte

Bisher durfte Emirates vier deutsche Flughäfen ansteuern. Mit den neuen Verkehrsrechten könnte die Airline künftig auch den BER mit Dubai verbinden. Die zusätzlichen Flüge bleiben allerdings begrenzt. "Die zusätzlichen Flüge der Fluggesellschaft sind dabei auf maximal sieben Flüge pro Woche begrenzt", teilte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) mit. "Gleichzeitig schließen wir ein Flugangebot der Airline zwischen dem fünften Landepunkt und Drittstaaten aus. Damit stärken wir den Luftverkehrsstandort Deutschland." Emirates dürfte damit ausschließlich Verbindungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten anbieten. Flüge vom neuen deutschen Standort in Drittstaaten wären nicht erlaubt.

Über zusätzliche Verkehrsrechte für Emirates wird seit Jahren diskutiert. Der Berliner Senat hatte wiederholt für mehr Langstreckenverbindungen am BER geworben. Auch im Wahlkampf zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses am 20. September spielte der Ausbau des Fernverkehrs eine Rolle. Die Spitzenkandidaten aller großen Parteien sprachen sich grundsätzlich für zusätzliche Langstreckenflüge aus. Eine Emirates-Verbindung wäre nicht der einzige Direktflug vom BER nach Dubai.

Im Winterflugplan wollen auch Condor und Eurowings die Strecke bedienen. Condor soll ab dem 25. Oktober starten, Eurowings ab dem 1. November. Die mögliche Emirates-Verbindung würde den Wettbewerb auf der Strecke dennoch verschärfen. Vor allem das weitreichende Umsteigeangebot über Dubai könnte für Passagiere attraktiv sein, die von Berlin aus Ziele in Asien, Afrika oder anderen Regionen erreichen wollen.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Der Wettbewerb für die Lufthansa bleibt hart. Allerdings sind die Auswirkungen dieser Meldung eher überschaubar. Die mittel- bis langfristigen Perspektiven für die günstig bewertete Aktie sind nach wie vor relativ gut. Doch das Chartbild ist angesichts des Gegenwinds vom Ölmarkt weiterhin schwach. Daher drängt sich vorerst weiter kein Einstieg auf.

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