Es hat wieder nicht geklappt: Die Lufthansa-Aktie ist erneut daran gescheitert, in den DAX aufzusteigen. Die Kranich-Airline gehörte zu den Gründungsmitgliedern. Doch im Zuge der Corona-Krise und deren negativen Effekten auf den Luftverkehr flog die Aktie aus dem deutschen Leitindex.
Seither wartet die Lufthansa auf das DAX-Comeback – und dies weiterhin vergeblich. Schon im März und Juni des laufenden Jahres galt das Unternehmen als einer der heißesten Kandidaten für den Aufstieg, doch nun scheiterte man erneut knapp und konnte die Aktie von FMC nicht verdrängen. Damit verbleibt die Lufthansa vorerst weiterhin im MDAX.
Indes zeichnet sich im bereits länger festgefahrenen Tarifstreit zwischen der Lufthansa und der Flugbegleitergewerkschaft Ufo eine Annäherung ab. Nach Angaben der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (Ufo) sollen bereits kommende Woche die Verhandlungen zu den offenen Tarifthemen wieder aufgenommen werden, wobei für die kommenden Wochen bereits weitere, eng aufeinanderfolgende Gesprächstermine feststehen.
"Nach einer mehrtägigen Moderation, einem anschließenden Workshop und weiteren Sondierungsgesprächen hat sich aus Sicht der Ufo in den vergangenen Wochen gezeigt, dass Lufthansa bereit ist, den Konfrontationsmodus der vergangenen Monate zu verlassen und wieder ernsthaft über tragfähige Lösungen für das Kabinenpersonal bei Lufthansa sowie für die von der Schließung der Lufthansa Cityline betroffenen Kolleg*innen zu sprechen", erklärte die Gewerkschaft.
Im April hatte die Ufo sowohl die Kernmarke Lufthansa als auch die Tochtergesellschaft Cityline mehrfach bestreikt
Mittel- bis langfristig sind die Aussichten für die günstig bewertete Lufthansa-Aktie durchaus gut, aktuell ist aber das Marktumfeld sehr rau und das Chartbild angeschlagen. Daher sollten Anleger hier zunächst weiter an der Seitenlinie verharren. Der MDAX-Titel sollte aber auf der Watchlist belassen werden.
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