Die Lufthansa Gruppe rüstet ihre komplette Flotte mit dem Satelliten-Internet des US-Anbieters Starlink, ein Dienst von Elon Musks SpaceX, aus. Als Erstes wird am kommenden Mittwoch (19. August) ein Mittelstrecken-Airbus A320neo der Kerngesellschaft Lufthansa mit dem neuen Wifi-Angebot abheben.
Die Lufthansa-Passagiere können dann an Bord mit Hochgeschwindigkeit auf eigenen Geräten im Internet surfen, Inhalte streamen oder in ihrem Firmennetz arbeiten. Die Online-Bandbreite werde in vielen Fällen die Internetverbindungen zu Hause oder im Büro übertreffen, wirbt die Lufthansa. Der MDAX-Konzern gehört damit weltweit zu den ersten Airlines, die Starlink anbieten. Für das Angebot hat die US-Firma mehr als 9.000 Satelliten installiert. Zahlreiche Airlines haben bereits angekündigt, auf Starlink umsteigen zu wollen. In Europa gehört Air Baltic zu den Vorreitern.
Das Surfen im Internet soll für alle Statuskunden wie auch für Passagiere kostenfrei bleiben, die sich ein Nutzerkonto zur sogenannten "Travel-ID" anlegen, kündigt Lufthansa an. Zum Investitionsvolumen machte das Unternehmen keine Angaben. Die notwendige Technik wird während geplanter Wartungstermine in den Flugzeugen installiert. "Bis 2029 werden alle rund 850 Flugzeuge der Gruppe mit dieser Technologie ausgestattet sein", erklärt Vorstandsmitglied Dieter Vranckx.
Für alle Airlines der Gruppe lägen bereits Ausbaupläne vor, erklärte eine Sprecherin. Neben der A320-Flotte der Lufthansa sind zunächst Flugzeuge der Tochtergesellschaften Swiss, Austrian und Brussels Airlines an der Reihe.
Für das neue Angebot über das Portal "Lufthansa Group WiFi" wurden Benutzerregeln entworfen, denen Nutzerinnen und Nutzer zunächst zustimmen müssen. Unter anderem seien die Fluggäste angehalten, beim Abspielen von Audio- und Videoinhalten immer Kopfhörer zu tragen, auf Sprach- und Videoanrufe zu verzichten und keine Live-Streams von Bord zu senden.
Es bleibt dabei: Wer über Mut und einen langen Atem verfügt, kann bei der Aktie der Lufthansa weiterhin einsteigen. So ist der gut aufgestellte MDAX-Konzern mit solider Bilanz aktuell lediglich mit einem 2027er-KGV von 8 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,8 bewertet. Die Aktie ist daher ein Kauf. Der Stoppkurs sollte unverändert bei 6,50 Euro belassen werden.
Enthält Material von dpa-AFX
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