07.05.2020 Thorsten Küfner

Lufthansa: Eine ziemlich vage und eine richtig düstere Prognose

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Deutsche Lufthansa

Die Aktie der Lufthansa gerät im frühen Handel erneut deutlich unter Druck. Die DAX-Titel verbilligen sich um satte vier Prozent und nähern sich damit weiter ihrem Mehrjahrestief bei 7,02 Euro an. Bei den Verhandlungen über Staatshilfen gibt es kaum Fortschritte. Zu allem Überfluss gibt es heute noch eine düstere Prognose. 

So stellt sich der britisch-spanische Rivale IAG darauf ein, den Flugbetrieb frühestens im Juli wieder deutlich hochzufahren. Die Zahl der Fluggäste dürfte 2020 aber nur halb so hoch liegen wie üblich, hieß es. Zudem seien diese Pläne sehr unsicher und hingen davon ab, dass die Politik die Beschränkungen lockert. Eine konkrete Gewinnprognose für 2020 traut sich die IAG-Führung wegen der hohen Unsicherheiten in der Krise weiterhin nicht zu.

Es wird wohl sehr lange dauern...

Da IAG nicht davon ausgeht, dass die Passagiernachfrage vor dem Jahr 2023 wieder das Niveau von 2019 erreichen wird, seien weitere Umbauschritte und Kostensenkungen notwendig.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Die Unsicherheit darüber, wann Airlines wie die Lufthansa ihrem Kerngeschäft zumindest wieder teilweise nachgehen können, bleibt hoch. Die Aussichten sind angesichts des womöglich über Jahre hinweg geringeren Fluggastaufkommens eher trüb. Da zudem eine Kapitalerhöhung droht und das Chartbild ohnehin schon angeschlagen ist, sollten Anleger weiterhin an der Seitenlinie verharren und nicht einsteigen! 

(Mit Material von dpa-AFX)

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Lufthansa.