Investieren wie Peter Lynch - So geht's
23.12.2020 Thorsten Küfner

Lufthansa: Ein Kuriosum

-%
Deutsche Lufthansa

Nach der Einschränkung des Reiseverkehrs aus Großbritannien und Südafrika wegen der neuen Corona-Variante will die Lufthansa weiter nach Südafrika fliegen - aber ohne Passagiere zurückkehren. "Vorerst wird die Lufthansa ihr Flugprogramm nach Südafrika unverändert und nach Plan fortsetzen", teilte der zuständige Lufthansa-Regionalmanager André Schulz am Dienstag mit. 

Die Fluggesellschaften Swiss und Edelweiss, die zur Lufthansa-Gruppe gehören, hätten all ihre Passagier-Verbindungen von Zürich nach Südafrika wegen der Verordnung der Schweizer Behörden ausgesetzt. Austrian Airlines werde ohne Einschränkungen zwei mal wöchentlich von Wien nach Kapstadt fliegen.  

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson verkündete jüngst die Entdeckung einer neuer Variante des Coronavirus. Daraufhin stoppte Deutschland den Reiseverkehr aus Großbritannien und Südafrika weitgehend. Die Passagierbeförderung von dort per Flugzeug, Schiff, Bahn oder Bus in die Bundesrepublik ist Transportunternehmen seit Dienstag weitgehend verboten, wie eine Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums festlegt. Sie gilt bis 6. Januar. 

Auch Südafrika verkündete vergangene Woche die Entdeckung einer neuen Corona-Variante. Diese hat Experten zufolge Ähnlichkeiten mit der Variante in Großbritannien, hat sich aber demnach unabhängig entwickelt. Menschen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland dürfen nach der neuen Verordnung von Verkehrsunternehmen ab 1. Januar aus Großbritannien und Südafrika befördert werden. Dafür geplante Flüge sind aber beim Bund drei Tage vorher anzuzeigen und zu genehmigen.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Die Situation für die Lufthansa bleibt schwierig. Die Aktie ist nach wie vor eine Wette darauf, dass sich der Flugverkehr im kommenden Jahr durch die Impfstoffe wieder normalisiert. Anleger, die den MDAX-Titel in ihrem Depot haben, sollten den Stoppkurs bei 7,50 Euro belassen. 

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Lufthansa.

Mit Material von dpa-AFX