Eine Dividendenrendite von mehr als vier Prozent kann sich bereits mehr als sehen lassen. Doch für die Anteilseigner des italienischen Energiekonzerns Eni, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten ohnehin schon über die starke Kursentwicklung freuen konnten, gibt es nun sogar noch ein weiteres Sahnehäubchen: eine Sonderdividende.
Denn das Unternehmen kündigte am Freitag in Mailand an, zusätzlich 1,3 Milliarden Euro an seine Anteilseigner auszuschütten. Ausgeschüttet in einem Block könnte dies die Brutto-Rendite um rund 1,5 Prozentpunkte erhöhen, wodurch insgesamt rund sechs Prozent Dividendenrendite möglich sind. Außerdem soll mehr Geld in den Rückkauf eigener Aktien fließen: Das dafür vorgesehene Volumen für dieses Jahr steigt zum wiederholten Mal, nun von 3,4 auf 3,8 Milliarden Euro.
Der italienische Energiekonzern hat im dritten Quartal des laufenden Jahres sogar noch deutlich stärker von den hohen Ölpreisen profitiert als zuvor bereits erwartet worden war. So übertraf Eni beim Gewinn die Prognosen der Experten: Der bereinigte Überschuss belief sich im dritten Quartal auf 2,8 Milliarden Euro. Damit lag er mehr als doppelt so hoch wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Durchschnitt lediglich mit 2,5 Milliarden Euro gerechnet.
Die Entwicklung spiegelt die günstigen Bedingungen wider, von denen Ölkonzerne in diesem Jahr profitierten. Neben den höheren Rohölpreisen verbesserten sich auch die Margen im Raffineriegeschäft. Kraftstoffe wie Diesel verteuerten sich dadurch noch stärker als Rohöl. Dessen Preis war im Zuge des Iran-Kriegs und der Sperrung der Straße von Hormus kräftig gestiegen. Eni reagierte auf das Marktumfeld zudem mit einer Ausweitung seiner Öl- und Gasförderung.
Die Ankündigung einer Sonderdividende und weiterer Aktienrückkäufe ist ein weiterer Beleg dafür, dass Eni derzeit regelrecht vor Stärke strotzt. Denn das Unternehmen ist strategisch breit und clever aufgestellt. Die günstig bewertete Dividendenperle ist daher ein gutes Investment für langfristig orientierte Anleger. Der Stoppkurs kann vorerst noch bei 19,00 Euro belassen werden.
Heute, 09:41
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