Es geht immer weiter nach oben mit den Ölpreisen, die nun bereits kurz vor den Mehrjahres-Hochs im Frühjahr stehen. Dies spielt vor allem den Produzenten in die Karten - und besonders stark Repsol. Denn der spanische Energieriese ist selbst gar nicht im Nahen Osten aktiv und profitiert in enormem Umfang von den höheren Preisen für Öl, Gas und Strom.
Deshalb klingelt nun natürlich die Kasse bei Repsol. So wurde im zweiten Quartal der bereinigte Nettogewinn von 598 Millionen Euro auf 1,84 Milliarden Euro knapp verdreifacht. Das waren etwa 200 Millionen Euro mehr als Analysten erwartet hatten. Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verbuchten die Spanier einen Zuwachs von 1,15 Milliarden Euro auf 3,52 Milliarden Euro. Neben den kräftig gestiegenen Öl- und Gaspreisen halfen Repsol auch die anhaltend hohen Strompreise der Sparte für Erneuerbare Energie. Darüber hinaus lief es im Raffinerie-Bereich sehr gut, da die Raffineriemargen im Jahresvergleich von 5,90 auf 14,00 Dollar kletterten.
Es dürfte spannend werden, welche Zahlen die Spanier am kommenden Donnerstag (29.10.) für das dritte Quartal vorlegen.
KGV von 6!
Wenig verwunderlich ist angesichts dieser erfreulichen operativen Geschäftsentwicklung der Kurs seit Jahresbeginn deutlich gestiegen. Ausgehend vom Januartief bei 15,30 Euro verteuerten sich die Repsol-Anteile bereits um fast 90 Prozent.
Durchaus verwunderlich ist aber die Tatsache, dass die Aktie trotz dieses Kursanstiegs immer noch ein absolutes Schnäppchen ist. So beläuft sich das KGV für das kommende Jahr auf gerade einmal 6. Der aktuelle Börsenwert des stets profitablen Unternehmens mit sehr solider Bilanz liegt mit 30,8 Milliarden Euro immer noch nur knapp über dem zuletzt ausgewiesenen Eigenkapital von 28,9 Milliarden Euro. Darüber hinaus lockt eine attraktive Dividendenrendite von 4,2 Prozent.
Der spanische Energie-Riese ist für die aktuelle Marktlage aus strategischer Sicht hervorragend aufgestellt. Die Bilanz ist solide und die Aussichten gut. Darüber hinaus ist die Dividendenperle (aktuelle Rendite 4,5 Prozent) trotz des starken Laufs in den vergangenen Wochen und Monaten immer noch günstig bewertet. Das 2026er-KGV beträgt 8 und das KBV lediglich 0,9. Die AKTIONÄR-Altempfehlung (120 Prozent seit Erstempfehlung) bleibt daher nach wie vor ein Kauf (Stopp: 20,50 Euro).
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