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17.07.2020 Thorsten Küfner

K+S-Konkurrent Yara setzt ein Ausrufezeichen - Aktie legt kräftig zu

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Yara

Der norwegische Düngerproduzent Yara hat im zweiten Quartal dank niedrigerer Fixkosten und gesunkener Gaspreise seinen operativen Gewinn gesteigert. Ein Umsatzrückgang um fast 16 Prozent auf rund 2,9 Milliarden US-Dollar wegen einer geringeren Düngernachfrage und einer schwächeren Nachfrage der Industrie nach Stickstoff konnte durch die niedrigeren Kosten mehr als ausgeglichen werden. 

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereffekten legte daher um knapp acht Prozent auf 583 Millionen Dollar (511 Millionen Euro) zu, wie das Unternehmen am Freitag in Oslo mitteilte. Die Aktien legten am Vormittag um vier Prozent zu. 

Unter dem Strich verdiente der K+S-Konkurrent jedoch mit 223 Millionen Dollar rund drei Prozent weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Das lag aber vor allem an negativen Wechselkurseffekten, während im Vorjahr noch Rückenwind von der Währungsseite kam. 

Aktienrückkaufprogramm angekündigt

Daneben kündigte Konzernchef Svein Tore Holsether ein Aktienrückkaufprogramm an. Das Unternehmen will fünf Prozent seiner Anteile von Anlegern einschließlich des norwegischen Staats zurückkaufen, sobald der Anfang März vereinbarte Verkauf von einem Viertel der Anteile an der Qatar Fertiliser Company (Qafco) abgeschlossen ist. Im Zuge der Übernahme durch Qatar Petroleum (QP) fließt Yara eine Milliarde Dollar zu. Der Abschluss der Transaktion wird in den nächsten zwei bis drei Wochen erwartet.  

Die Produktion von Yara blieb im zweiten Quartal von der Corona-Krise weitgehend unbeeinflusst. Holsether zufolge läuft der Betrieb ohne bedeutende Beeinträchtigungen. Aufgrund der Neuordnung in Folge des Qafco-Verkaufs liege die Produktion jedoch um 7 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Yara (WKN: A0BL7F)

Die Nachrichten von Yara kommen an der Börse gut an. Die Aktie kann deutlich zulegen. Anleger können bei den Norwegern zugreifen, der Stopp sollte bei 28,00 Euro platziert werden.

Mit Material von dpa-AFX