19.11.2019 Thorsten Küfner

K+S: Die Aktie ist zu billig!

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K+S
Trendthema

Die Aktie von K+S hat innerhalb von nur zwei Wochen rund 20 Prozent an Wert verloren. Nach den kräftigen Verlusten an den vorangegangenen Handelstagen legt der MDAX-Titel im frühen Handel ganz leicht zu. Ist dies nun der Beginn einer nachhaltigen Gegenbewegung?

Fast 40 Prozent Kurspotenzial

Geht es nach den Analysten, die sich regelmäßig mit den K+S-Papierne beschäftigen, so ist die Antwort klar: Der Kursrutsch war übertrieben. So beziffern experten den fairen Wert der Anteile trotz zahlreicher Kurszielsenkungen im Zuge der Prognosekürzung durchschnittlich immer noch auf 14,90 Euro. Dies liegt stattliche 38 Prozent über dem aktuellen Kursniveau. Dementsprechend stehen zehn Kaufempfehlungen lediglich drei Verkaufsempfehlungen gegenüber. 14 Analysten stufen die K+S-Titel als Halteposition ein.

Die Aktie ist ein Schnäppchen ...

Die Analysten sehen eher das langfristige Potenzial des Düngemittel- und Salzherstellers – und natürlich auch die enorm günstige Bewertung. So liegt die Marktkapitalisierung mit gerade einmal 2,1 Milliarden Euro weit unter dem ausgewiesenen Eigenkapital von zuletzt 4,6 Milliarden Euro. Für langfristig orientierte Investoren könnte sich ein Einstieg bei K+S durchaus als Schnäppchen erweisen.

... aber aktuell überwiegen die Risiken

Doch aktuell belastet die K+S-Akten einfach das schwache Marktumfeld mit sinkenden Kalipreisen (siehe hier). Gepaart mit der hohen Verschuldung, die der Konzern vor allem durch den Bau der strategisch wichtigen Bethune-Mine in Kanada aufgebaut hat, ist dies ein gefährlicher Cocktail, der einfach vielen Anlegern nicht schmeckt.

K+S (WKN: KSAG88)

Rein charttechnisch betrachtet wäre es zwar kurzfristig durchaus möglich, dass es im Zuge der jüngsten Kursrückschläge nach der Prognosesenkung nun zunächst zu einer Erholungsbewegung kommen könnte. Ein Ausbruch aus dem Abwärtstrend dürfte aber wohl auf Sicht der kommenden Wochen im aktuell schwierigen Marktumfeld kaum gelingen. Anleger sollten daher weiter an der Seitenlinie verharren, den aber durchaus spannenden MDAX-Titel auf der Watchlist belassen.