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Krieg im Iran: Angriffe gehen weiter, Ölpreise bleiben hoch

Krieg im Iran: Angriffe gehen weiter, Ölpreise bleiben hoch
Foto: Stringer/Reuters
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Thorsten Küfner Heute, 06:40 Thorsten Küfner
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Seit zehn Nächten dauern die US-Angriffe im Iran an. Gleichzeitig laufen hinter den Kulissen neue Bemühungen um eine Waffenruhe. Katar, Ägypten, Pakistan und weitere regionale Vermittler haben den Kriegsparteien nach Informationen des US-Portals "Axios" einen Vorschlag für eine zehntägige Feuerpause unterbreitet.

Die Vermittler befürchten, dass Washington und Teheran in einen anhaltenden Konflikt geraten könnten, der zwar unterhalb der Schwelle eines offenen Krieges bleibt, die Region wirtschaftlich aber dauerhaft belastet. Laut "Axios" prüft die US-Regierung den Vorschlag und drängt Israel, Schritte zu vermeiden, die eine diplomatische Lösung erschweren könnten. US-Präsident Donald Trump empfängt heute den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus. Im Mittelpunkt des ersten Besuchs eines libanesischen Staatschefs seit 2009 steht voraussichtlich die Stabilisierung der Waffenruhe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz.

Israel und der Libanon führen seit April erstmals seit Jahrzehnten direkte politische Gespräche. Die libanesische Regierung ist keine Kriegspartei, die Hisbollah nimmt an den Verhandlungen nicht teil. Während die USA und Israel auf ihre Entwaffnung drängen, lehnt die Miliz dies ab. Aoun hofft, Trump werde Israel zu einem vollständigen Rückzug aus dem Südlibanon bewegen. Trotz der Waffenruhe setzt Israel seine Angriffe dort fort.

Teheran verlangt für ein endgültiges Abkommen mit Washington neben der Kontrolle über die Straße von Hormus auch ein dauerhaftes Ende des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah.

An den Kämpfen hat sich jedoch nichts geändert. "Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er diesen Tod um ein Vielfaches bezahlen!", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Das US-Regionalkommando Centcom erklärte anschließend die jüngste Angriffswelle für beendet. Ziel seien erneut militärische Einrichtungen wie Luftverteidigungssysteme, Kommandozentralen sowie Drohnen- und Raketenstellungen gewesen.

Iranische Medien meldeten Explosionen unter anderem in Konarak, Tschahbahar, Schiras, auf der Insel Gheschm und in Bandar Abbas. Nach Angaben der USA sollen die Angriffe weitere iranische Attacken auf die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus verhindern.

Dennoch wurde dort erneut ein Tanker angegriffen. Nach Angaben der britischen Schifffahrtsbehörde UKMTO traf ein "unbekanntes Geschoss" ein Schiff vor der Küste Omans. Bereits am Vortag war dort ein Tanker in Brand geraten. Der Iran fordert Handelsschiffe weiterhin auf, ausschließlich die Route entlang seiner Küste zu nutzen.

Auch Kuwait wurde erneut Ziel iranischer Angriffe. Die Streitkräfte meldeten auf X die Abwehr "feindlicher Raketen- und Drohnenattacken". Wie andere Staaten mit US-Militärstützpunkten gerät Kuwait immer wieder ins Visier iranischer Vergeltungsschläge.

Ein Mitte Juni vereinbartes Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran sollte den Weg zu einem Kriegsende ebnen. Die seit April geltende Waffenruhe erklärte Trump inzwischen für beendet, auch Teheran fühlt sich nicht länger an die Vereinbarung gebunden.

Ob es auch zwischen den USA und dem Iran bald zu einer neuen Waffenruhe kommt, bleibt offen. Während Vermittler weiter verhandeln, berichten US-Medien über die Verlegung zusätzlicher Kampf- und Tankflugzeuge in die Region. Der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf schrieb auf X, dies zeige, dass es den USA nicht ernst damit sei, den Krieg beenden zu wollen.

OMV (WKN: 874341)

Die Ölpreise präsentieren sich angesichts der jüngsten Entwicklungen weiterhin in einer starken Verfassung. Ein Barrel der Sorte WTI kostet aktuell rund 82 Dollar, für ein Fass Brent-Öl müssen sogar fast 89 Dollar auf den Tisch gelegt werden. Dies spielt natürlich Energiekonzernen wie OMV in die Karten. Zumal die Chemiesparte der Österreicher auch davon profitieren dürfte, dass zahlreiche asiatische Konkurrenten durch die Blockade der Straße von Hormus mit einer durchgehenden Rohstoffversorgung zu kämpfen haben. Die günstig bewertete OMV-Aktie bleibt daher attraktiv. Der Stoppkurs kann bei 49,00 Euro belassen werden.

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