Der Neocloud-Anbieter Nebius zählt zu den großen KI-Profiteuren. Nach der Konsolidierungsphase im Sommer nähert sich die Aktie mittlerweile wieder den Hochs vom Juni. Angesichts der starken operativen Aussichten hat die Bank of America nun ihre Erwartungen für das weiter Wachstum des Konzerns massiv nach oben geschraubt. Das beschert der Aktie am Donnerstag einen Kurssprung von neun Prozent.
„Nebius nutzt langfristige Verträge mit den Hyperscalern, um eine stabile Basis bei der Auslastung zu schaffen“, lobte Analyst Tal Liani. Gleichzeitig werde ein Teil der Kapazitäten für Verträge mit Laufzeiten mit ein bis drei Jahren zurückgehalten, da die Preise hier etwa doppelt so hoch liegen wie die Tarife für die Hyperscaler. Mehr Umsatz hier führe damit auch zu steigenden Margen. Liani hob die Umsatzprognosen für die Jahre 2026 bis 2028 an und bestätigte die Kaufempfehlung mit Kursziel 310 Dollar.
Als Neocloud-Anbieter vermietet Nebius vor allem Rechenleistung für KI und andere anspruchsvolle Anwendungen. Damit ist man deutlich schlanker unterwegs als die großen Anbieter. Nebius kauft in großen Mengen GPUs ein und vermietet sie rein fürs KI-Training beziehungsweise die Anwendung.
Der Konzern ging einst aus dem internationalen Geschäft der russischen Yandex hervor und profitiert mittlerweile vor allem von einer Partnerschaft mit KI-Champ Nvidia. Nebius vermietet fast ausschließlich Nvidia-Hardware, in Kürze auch die nächste Generation Vera Rubin.
Nebius agiert am Puls der Zeit und dürfte Umsatz und Gewinn in den kommenden Jahren massiv steigern. Die optimistischen Worte der Bank of America und die wieder positive Stimmung für KI-Aktien allgemein sorgen an der Wall Street für Rückenwind. Durch den erneuten Kurssprung hat sich das Chartbild weiter aufgehellt. DER AKTIONÄR hatte bereits während des Rücksetzers Ende Juli zum Kauf geraten, mittlerweile notiert der Tipp über 40 Prozent im Plus. Eine ausführliche Analyse, warum die Aktie weiter steigt, lesen Sie hier in der aktuellen Ausgabe 40/26 – in der Titelstory werden zudem vier weitere KI-Profiteure vorgestellt, die jetzt ins Depot gehören.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nebius.
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