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29.04.2021 Thorsten Küfner

Kapitalerhöhung bei der Lufthansa? "Es kann dieses Jahr, aber auch nächstes Jahr sein"

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Deutsche Lufthansa

Die Lufthansa, die heute Quartalszahlen und einen neuen Ausblick vorgelegt hat, könnte sich noch im laufenden Jahr mit einer milliardenschweren Kapitalerhöhung frisches Geld besorgen. Wenn die Anteilseigner dem Plan bei der Hauptversammlung im Mai zustimmen, "müssen wir uns überlegen, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist", sagte Finanzchef Remco Steenbergen am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. "Es kann dieses Jahr, aber auch nächstes Jahr sein."

Der Manager ließ offen, wie viel Geld der Konzern dann tatsächlich mit der Ausgabe neuer Aktien hereinholen will. Es werde aber weniger sein als der Rahmen von 5,5 Milliarden Euro, der bei dem Aktionärstreffen zur Abstimmung steht. 

Die Lufthansa hatte bereits Anfang April bei der Einladung zur Hauptversammlung hervorgehoben, dass über eine solche Kapitalerhöhung und deren Höhe noch nicht entschieden sei. Die beantragte Summe ergebe sich rein rechnerisch aus der Höhe der Stillen Einlagen I und II, die der deutsche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) dem Konzern zur Verfügung gestellt habe. Dabei hat die Lufthansa die größere der Stillen Einlagen, die sich auf 4,5 Milliarden Euro belaufen würde, noch nicht in Anspruch genommen. Allerdings ist die Corona-Pandemie und damit die schwerste Krise in der Geschichte der Luftfahrtbranche noch nicht zu Ende.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Die Gefahr einer großen Kapitalerhöhung lastet weiterhin auf der Aktie. Aktuell drängt sich ein Kauf des MDAX-Titel noch nicht auf. Bereits investierte Anleger beachten nach wie vor den Stoppkurs bei 9,50 Euro. 

Hinweis: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Deutsche Lufthansa.

Mit Material von dpa-AFX