Der Bau eines Dosenwerks für Red Bull in Baruth/Mark in Brandenburg ist einen Schritt näher gerückt. Die Stadtverordneten stimmten am Donnerstagabend mit zwölf Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung für einen neuen Bebauungsplan. Doch bei den Anlegern steht nicht der Rote Bulle, sondern diese Getränkeunternehmen hoch im Kurs.
Für das Dosenwerk sollen 17 Hektar Kiefernwald gerodet werden. Geplant sind zudem eine Logistikhalle und eine neue Kläranlage. Red Bull und der Abfüllpartner Rauch wollen die Dosen künftig direkt neben der Getränkeproduktion herstellen. Dadurch könnten rund 12.000 Lkw-Fahrten pro Jahr entfallen. Bis zu 600 Arbeitsplätze sollen am Standort entstehen. Die Begeisterung bei der Bevölkerung über die Pläne hält sich jedoch in Grenzen.
Wasserentnahmerechte im Fokus
Der Streit dreht sich vor allem um das Wasser. Red Bull und Rauch verfügen in Baruth laut dem rbb über rund 92 Prozent des genehmigten jährlichen Entnahmevolumens. Acht Prozent bleiben für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung. Das Landesumweltamt sieht aktuell keine Hinweise auf eine Übernutzung der Grundwasservorräte. Umweltgruppen bezweifeln jedoch, dass ältere Gutachten die Folgen von Trockenheit und Klimawandel ausreichend abbilden.
Für die Getränkeindustrie ist Wasser ein zentraler Produktionsfaktor. Zugleich steigen die Anforderungen an Nachhaltigkeit, Lieferketten und die Akzeptanz der Marken. Der Fall Baruth zeigt deshalb, dass Wasserknappheit auch für börsennotierte Getränkehersteller zu einem Geschäfts- und Reputationsrisiko werden kann.
Coca-Cola und Monster sind die bessere Wahl
Als Red Bull wegen der aktuellen Kritik in die Schlagzeilen gerät und ohnehin nicht börsennotiert ist, rücken für Anleger Coca-Cola und Monster Beverage in den Fokus.
Coca-Cola punktet mit einem breit aufgestellten Portfolio starker Marken sowie einem weltweiten Abfüll- und Vertriebsnetz. Im zweiten Quartal 2026 stiegen Umsatz und Absatzvolumen um sieben beziehungsweise fünf Prozent.
Monster Beverage ist dagegen der deutlich fokussiertere Pure-Play im Energy-Drink-Markt: Im zweiten Quartal legte der Umsatz im Kernsegment Monster Energy währungsbereinigt um 19,3 Prozent zu. Bei der internationalen Expansion profitiert Monster zudem vom Vertriebsnetz von Coca-Cola.
Coca-Cola und Monster Beverage sind beides laufende Empfehlungen des AKTIONÄR. Seit der Empfehlung hat Coca-Cola rund 40 Prozent zugelegt, bei Monster Beverage steht ein Plus von 175 Prozent zu Buche. Bei de Aktien bleiben ein Kauf.
Heute, 11:30
Bei Google bevorzugen