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07.09.2015 Maximilian Steppan

Jetzt ist es offiziell: Scout24 will noch 2015 an die Börse!

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Der führende Betreiber von online Marktplätzen mit hervorragenden Marktpositionen im Bereich Immobilien- und Automobilanzeigen mit Wachstumsperspektiven Scout 24 strebt noch in diesem Jahr den Gang aufs Parkett an. Der Börsengang soll in Frankfurt abhängig vom Marktumfeld erfolgen. Im Herbst 2014 hatte das Unternehmen seine Pläne wegen der damals schlechten Stimmung an den Märkten auf Eis gelegt.

Dafür werden neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung ausgegeben und Altaktionäre werden Anteile verkaufen. Scout24 betreibt die beiden Portale ImmobilienScout24 (IS24) und AutoScout24 (AS24) in Deutschland und anderen ausgewählten europäischen Ländern.

Satte Marge

Die Kerngeschäfte (die Segmente IS24, AS24 und Corporate) von Scout24 haben 2014 einen Umsatz von 342 Millionen Euro erzielt. Dies entspricht für den Zeitraum von 2012 bis 2014 einer Wachstumsrate von 12 Prozent. Das EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit betrug im gleichen Jahr 149 Millionen Euro, was einer Marge von 44 Prozent und einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 42 Prozent im Zeitraum von 2012 bis 2014 entspricht . Zum 31. Dezember 2014 beschäftigte das Unternehmen etwa 1.064 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) in den Kerngeschäftsfeldern.

 

Moderate Investitionen

Scout24 geht für 2015 und 2016 von einem Investitionsaufwand (Capex) von etwa 20 Millionen Euro aus. Damit errechnet sich mit dem 2014er-Umsatz eine Investitionsquote von rund sechs Prozent. Ausschlaggebend sind vor allem die Harmonisierung der IT-Plattform von AS24 und andere Investitionen in die IT-Struktur. In den folgenden Jahren sollen die Investitionsausgaben um ungefähr zehn Prozent sinken und dann stabil bleiben.

Noch keine genauen Angaben 

Scout24 gibt zwar an, dass sich das Unternehmen einen Nettoerlös aus der Erstplatzierung von mindestens 200 Millionen Euro erwartet. Allerdings sind noch keine genauen Details wie wie Ausgabepreis und Zeichnungsfrist vorhanden. Erst dann lässt sich eine genaue Einschätzung geben. Das Unternehmen will damit seine Verschuldung abbauen, um seine Finanzkraft und Eigenkapitalausstattung zu stärken und sein Wachstum zu unterstützen. Credit Suisse und Goldman Sachs International begleiten den Börsengang als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners. Barclays, Jefferies und Morgan Stanley wurden als Joint Bookrunners mandatiert.

In der aktuellen Ausgabe (38/15) stellt DER AKTIONÄR ein spannendes IPO aus den USA vor. Zum Download gelangen Sie hier.

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