Intel sorgt für eine positive Überraschung: Nachbörslich schoss die Aktie um fast 20 Prozent nach oben auf über 80 Dollar, nachdem der Chipriese deutlich bessere Quartalszahlen und einen starken Ausblick vorgelegt hat. Die Aktie notiert damit nun sogar über den Höchstständen aus dem Jahr 2000.
Im ersten Quartal bis Ende März erzielte Intel einen bereinigten Gewinn von 0,29 Dollar je Aktie – weit über den Erwartungen von 0,01 Dollar. Der Umsatz kletterte um 7,2 Prozent auf 13,58 Milliarden Dollar und lag damit ebenfalls klar über den Prognosen. Besonders das Client-Computing-Geschäft überzeugte mit 7,73 Milliarden Dollar, während das Data-Center- und KI-Segment um 22 Prozent auf 5,05 Milliarden Dollar zulegte. Auch die Foundry-Sparte steuerte 5,42 Milliarden Dollar bei.
CEO Lip-Bu Tan sieht Intel gut positioniert für den nächsten KI-Schub, bei dem Anwendungen näher an den Nutzer rücken. Das steigere die Nachfrage nach Prozessoren sowie modernen Fertigungs- und Packaging-Lösungen deutlich. Gleichzeitig betont er Fortschritte bei Partnerschaften und eine konsequente Neuausrichtung des Konzerns.
Analysten bleiben jedoch vorsichtig. Zwar habe Intel geliefert, doch der Konzern investiere massiv und bereinige seine Bilanz, um langfristig wieder Wachstum zu zeigen. Kritisch wird insbesondere der Versuch gesehen, eine westliche Alternative zu TSMC aufzubauen – mit ungewissem Erfolg. Zudem profitiere Intel kurzfristig von höherer CPU-Nachfrage und Preiserhöhungen, während nachhaltige Perspektiven weiter fehlen.
Der Ausblick fällt dennoch stark aus: Für das zweite Quartal peilt Intel Umsätze zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn von 0,20 Dollar je Aktie an – deutlich über Markterwartungen. Die Bruttomarge soll bei 39 Prozent liegen.
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Heute, 07:01