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Foto: Börsenmedien AG, Infineon
03.08.2021 Michael Schröder

Infineon liefert: Prognose bestätigt - Zahlen, Zitate, Hintergründe!

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Infineon

Infineon profitiert zwar weiter vom anhaltenden Chipboom. Im abgelaufenen Quartal (Ende Juni) belasteten allerdings Corona-Probleme und die Folgen eines Wintersturms in den USA. Im laufenden vierten Quartal will der Halbleiterkonzern aber wieder zulegen. Die Jahresprognose 2020/21 wurde ebenfalls bestätigt.

„Die Nachfrage nach Halbleitern ist ungebrochen, sie sind der Schlüssel für die Energiewende und die Digitalisierung. Dem steht eine weiterhin sehr angespannte Liefersituation gegenüber“, sagt Vorstand Reinhard Ploss.

Im dritten Quartal stieg der Umsatz gegenüber dem Q2 um ein Prozent auf 2,72 Milliarden. Die pandemiebedingten Einschränkungen der Fertigungskapazitäten in Melaka, Malaysia sowie den Nachwirkungen des Wintersturms in Austin (USA) haben den Konzern ausgebremst. Hiervon waren vor allem die Segmente Automotive (ATV) und Power & Sensor Systems (PSS) betroffen, bei denen der Umsatz im abgelaufenen Quartal zurückging. In den Segmenten Industrial Power Control (IPC) und Connected Secure Systems (CSS) verbesserten sich die Umsätze hingegen.

„Die Vorräte sind auf einem historischen Tiefstand, unsere Chips gehen aus der Fertigung direkt in die Endanwendungen“, so der Konzernchef weiter. „In diesem Umfeld wiegen pandemiebedingte Einschränkungen der Fertigung wie jüngst in Malaysia doppelt schwer. Wir tun unser Möglichstes auf allen Stufen der Wertschöpfungskette und agieren im Sinne unserer Kunden so flexibel wie möglich. Daneben sorgen wir kontinuierlich für zusätzliche Kapazitäten.“

Das Segmentergebnis stieg im Q3 ebenfalls leicht von 470 Millionen auf 496 Millionen Euro. Die Segmentergebnis-Marge erhöhte sich auf 18,2 Prozent (Vorquartal: 17,4 Prozent). Das bereinigte Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 0,27 Euro nach 0,24 Euro im Vorquartal. Ebenfalls positiv: Der Free-Cash-Flow stieg im dritten Quartal weiter auf 477 Millionen Euro. Im Vorquartal hatte er 407 Millionen Euro betragen.

Auch beim Ausblick gibt es keine wirklichen Überraschungen: Im vierten Quartal erwartet Infineon einen Umsatz von rund 2,9 Milliarden Euro. Aufgrund der Lieferengpässe sollten die Umsätze in den Segmenten ATV und IPC in etwa auf dem Niveau des Vorquartals liegen. Für das Segment CSS wird von einer leicht positiven Umsatzentwicklung ausgegangen. Im Segment PSS wird aufgrund der anziehenden Nachfrage nach Smartphones mit einer deutlichen Umsatzzunahme gerechnet. Die Segmentergebnis-Marge wird bei dem prognostizierten Umsatz voraussichtlich etwa 19 Prozent betragen. Der Ausblick auf das Gesamtjahr wurde ebenfalls bestätigt.

Infineon (WKN: 623100)

Infineon leidet unter den widrigen Bedingungen, hält aber weiter dagegen. Für einen Befreiungsschlag reichen die vorgelegten Daten nicht aus. Die strukturellen Wachstumstreiber und Trends sind aber intakt. Solange die charttechnische Unterstützung im Bereich um 31/32 Euro und die 200-Tage-Linie hält, bleibt das Hoch von Anfang April bei 37,31 Euro das nächste Ziel.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Derivate auf Infineon befinden sich im Real-Depot von DER AKTIONÄR.

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