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16.07.2020 Michael Schröder

Infineon: Zahlen werfen ihre Schatten voraus

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Infineon Technologies

Die Infineon-Aktie konnte in den letzten Wochen deutlich Boden gut machen. Nun wird es spannend. Anfang August präsentiert der heimische Chipriese frische Quartalszahlen. Dann wird sich zeigen, ob die Aufwärtsbewegung weiter geht.

„Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sind beispiellos und die Halbleiterbranche spürt sie deutlich“, sagte Vorstand Reinhard Ploss Anfang Mai bei der Vorlage der Zahlen für das am 31. März abgelaufene zweite Quartal 2020. „Auch Infineon ist nicht immun gegen den massiven Rückgang der Weltwirtschaft.“

Der Konzern sieht sich aber als krisenerprobt und hat zahlreiche Maßnahmen eingeleitet, um die Auswirkungen der Pandemie abzufedern. „Auch in schwierigen Zeiten entwickelt sich unser Unternehmen weiter. Mit der erfolgreichen Übernahme von Cypress machen wir einen großen Schritt vorwärts bei der Umsetzung unserer Strategie, die reale mit der digitalen Welt zu verbinden.“ Cypress wird mit Wirkung vom 16. April 2020 konsolidiert und innerhalb des verbleibenden Geschäftsjahres 2020 voraussichtlich ein Umsatzvolumen von rund 0,8 Milliarden Euro generieren,

Am 4. August gibt es frische Zahlen für das dritte Quartal. Diese dürften noch einmal deutlich von der Coronakrise geprägt sein. Infineon erwartet einen Umsatz zwischen 1,9 Milliarden und 2,3 Milliarden Euro (inkl. Cypress). In der Mitte der Umsatzspanne wird die Segmentergebnis-Marge für das kombinierte Unternehmen voraussichtlich einen positiven mittleren einstelligen Prozentwert annehmen. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal lag der Umsatz bei 1,986 Milliarden Euro. Die Segmentergebnis-Marge erreichte dabei 13,8 Prozent.

Infineon Technologies (WKN: 623100)

Das Fazit hat Bestand: Die mittel- und langfristigen Aussichten für Infineon sind unverändert gut. Kurzfristig dürften Neuigkeiten rund um das Coronavirus, frische Konjunkturzahlen, Analystenstimmen, Zahlen der Wettbewerber und bald auch die eigenen Zahlen die Kursentwicklung der Aktie beeinflussen. Anleger sollten sich daher auf ein Wechselspiel von Bulle und Bär einstellen – mit der bereits angesprochenen positiven Grundtendenz.

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