08.08.2011 Florian Westermann

Infineon: Totalabsturz oder Kaufgelegenheit?

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Infineon
Trendthema

Die Infineon-Aktie ist in den vergangenen Tagen regelrecht abgestürzt. Dabei gibt es durchaus Positives zu berichten. Droht dennoch der Totalabsturz oder ist das Kursniveau eine seltene Kaufgelegenheit?

Nach der Abstufung der USA hatten viele Anleger eine regelrechte Verkaufspanik an den Börsen befürchtet. Doch nach der vergangenen Woche konnte es kaum noch schlimmer kommen. Der DAX hat heute zwar im Minus eröffnet, sich inzwischen aber in die Pluszone vorgekämpft.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei Infineon ab. Kein Wunder, immerhin gibt es auch heute wieder Positives zu berichten. Einem Pressebericht zufolge hat der Konzern große Pläne für seine Chipkartensparte: "Wir rechnen im Schnitt mit einem jährlichen Wachstum von fünf bis sieben Prozent", sagte Helmut Gassel, der Chef der Division, dem Handelsblatt. Angesichts des harten Wettbewerbs und der dünnen Margen habe der Manager neue Marktsegmente im Blick, etwa das Bezahlen per Mobiltelefon - Stichwort Near Field Communication (NFC) - oder Sicherheitschips für Notebooks. Weil es so gut laufe, stecke Infineon viel Geld in zusätzliche Kapazitäten. Angst vor Überkapazitäten habe Gassel nicht: "Wir investieren mit Bedacht", so der Manager. "Es gibt für alle Investitionen eine solide Basis."

Erste Positionen eingehen

Im Zuge der heftigen Marktturbulenzen hat die Infineon-Aktie die wichtigen Unterstützungslinien bei 6,82 und 6,63 Euro unterschritten. Die nächsten horizontalen Unterstützungen warten nun bei 5,57 Euro und 5,30 Euro. Zur Erinnerung: Vor vier Wochen waren die Papiere noch auf dem Weg, über den Widerstand bei 8,32 Euro nach oben auszubrechen. Eine technische Gegenbewegung ist auf dem aktuellen Niveau recht wahrscheinlich. Zudem zählt Infineon zur Crème de la Crème der Chiphersteller. Anleger nutzen den Ausverkauf, um eine erste Position einzugehen.

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