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23.08.2011 Michael Schröder

Infineon: Reif für die Gegenbewegung

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Infineon

Von einer Bodenbildung zu sprechen, wäre zwar noch zu früh. Die Anzeichen einer Stabilisierung sind bei Infineon jedoch nicht zu übersehen. Der Verkaufsdruck hat in den vergangenen Tagen nachgelassen, die 5-Euro-Marke hat gehalten. Gibt es nach den desaströsen ersten Wochen im August noch einen versöhnlichen Schlussspurt?

Im Zuge der heftigen Marktturbulenzen ist auch die Infineon-Aktie massiv unter Druck geraten. Kostete das Papier Anfang Juli noch gut acht Euro, mussten im Tief nur noch 5,03 Euro bezahlt werden. Doch der Absturz könnte nun ein Ende finden. Nachdem die 5-Euro-Marke in den letzten drei Wochen nicht unterschritten wurde - im Tief rutschte die Aktie zuletzt auf 5,03 Euro (9. August) beziehungsweise 5,21 Euro (19. August) - könnte von diesem Nivea aus, die überfällige Gegenbewegung starten. Sollte es dem Titel gelingen, einen Widerstandsbereich um 5,80 Euro zu überwinden, wäre ein Anstieg in Richtung des Zwischenhochs vom 15. August bei 6,43 Euro möglich. Ein Ausbruch über die Marke von 6,82 Euro würde dann ein klares Kaufsignal generieren. 

Viel Fantasie

Nach dem jüngsten Kursrutsch ist das 2012er-KGV auf 10 gesunken - für ein Hightech-Unternehmen eine günstige Bewertung. Zumal Infineon eine beeindruckende Kehrtwende vom Pleitekandidaten hin zum profitablen Chiphersteller vollzogen hat. Mittlerweile setzt man auf Kontinuität. Die Umsatztreiber für die nächsten Jahre sind auch schon ausgemacht: die Energiewende und der Trend zur Elektromobilität sollen die Erlöse von Infineon weiter ankurbeln. Kritiker heben dagegen erste Bremsspuren bei der Investitionsgüternachfrage hervor.

Trader spekulieren

Risikofreudige Anleger können auf dem aktuellen Niveau mit einer bewusst klein gehaltenen Trading-Position auf steigende Kurse spekulieren. Ein - ebenfalls bewusst eng platzierter - Stopp bei 4,85 Euro sichert nach unten ab.

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