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Infineon mit Übernahme: Ist der Preis zu hoch?

Infineon mit Übernahme: Ist der Preis zu hoch?
Foto: Börsenmedien AG
Infineon Technologies AG -%
21.08.2014, 09:14 ‧ Stefan Limmer

Die Infineon-Aktie startet am Donnerstag recht recht volatil in den Handel. Der Chiphersteller aus München gab am Mittwoch bekannt, einen Zukauf in Milliardenhöhe tätigen zu wollen. Das Übernahmeziel ist der auf Energiemanagement spezialisierte Halbleiterhersteller International Rectifier aus Kalifornien.

Infineon will 40 Dollar je Aktie zahlen - das entspricht einem Wert von rund 3,0 Milliarden Dollar, und einem Aufschlag von rund 48 Prozent auf den durchschnittlichen Aktienpreis von International Rectifier der vergangenen drei Monate. "Wir verstärken uns in vielen Bereichen, ergänzen unser Produktportfolio aber auch sehr gut", sagte Infineon Vorstandschef Reinhard Ploss am Abend in einer Telefonkonferenz. Mit International Rectifier erhalte Infineon besseren Zugang zum US- und asiatischen Markt und erschließe sich kleinere und mittlere Kunden. 

Positiver Ergebniseffekt

Infineon erwarte mit dem Zukauf ein "weiteres Ergebniswachstum" und wolle International Rectifier auf das Margenniveau von Infineon heben, hieß es. Spätestens im zweiten vollen Geschäftsjahr nach der Übernahme solle die operative Marge des übernommenen Geschäfts, die Infineon als Segmentergebnis ausweist, mindestens 15 Prozent vom Umsatz betragen. Infineon halte daher an seinem Margenziel fest, auch an der Dividendenpolitik ändere sich nichts, sagte Ploss. Das Unternehmen werde die Übernahme aus vorhandenen Barmitteln sowie durch Kredite finanzieren.

Unter Druck

Nach ersten Medienberichten über einen möglichen Zukauf gerieten die Infineon-Papiere am gestrigen Mittwoch kurzzeitig unter Druck. Händler bezeichneten die geplante Akquisition als sinnvoll, kritisierten aber den recht hohen Kaufpreis. Auf langfristige Sicht dürften aber die Vorteile der Übernahme überwiegen. Anleger bleiben dabei, ein Stopp bei 7,80 Euro sichert die Position nach unten ab. Im weiteren Tagesverlauf ist mit einigen Analysteneinschätzungen zu rechnen, über die DER AKTIONÄR wie gewohnt zeitnah berichten wird.

(Mit Material von dpa-AFX)

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