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Infineon: Jetzt mit KI‑Power aus Dresden – Kanzler Merz sieht "positives Signal"

Infineon: Jetzt mit KI‑Power aus Dresden – Kanzler Merz sieht
Foto: Börsenmedien AG
Infineon Technologies AG -%
Michael Schröder Heute, 14:30 Michael Schröder

Nun ist es so weit: Infineon hat heute seine neue Produktionsstätte in Dresden eröffnet, die für rund fünf Milliarden Euro entstanden ist. Es ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte des heimischen Chipherstellers. Mit der Smart Power Fab soll sich die Kapazität am Standort verdoppeln. Die Fabrik schafft etwa 1.000 neue Arbeitsplätze.

Chips aus Dresden werden künftig unter anderem zur effizienten Stromversorgung von KI-Rechenzentren beitragen. Die Chips kommen auch in weiteren Industrie- und Automotive-Anwendungen zum Einsatz, darunter etwa Wind- und Solaranlagen sowie softwaredefinierte Fahrzeuge. Ein Beispiel sind intelligente Schalter, die nicht nur Lasten steuern, sondern auch den Stromfluss überwachen. Das Zusammenspiel von Leistungshalbleitern und Analog-/Mixed-Signal-Bausteinen macht besonders energieeffiziente und intelligente Systemlösungen möglich - daher auch der Name Smart Power Fab.

„Wir eröffnen unser neues Werk genau zur richtigen Zeit“, sagt Vorstand Jochen Hanebeck bei der offiziellen Eröffnung. „Mit der Smart Power Fab schaffen wir dringend benötigte Kapazitäten für Schlüsseltechnologien der Zukunft - von der Energieversorgung von KI-Rechenzentren über softwaredefinierte Fahrzeuge bis hin zu erneuerbaren Energien. Infineon setzt damit einen wichtigen Impuls, um die globale KI-Revolution zu ermöglichen und Lieferketten in kritischen Industrien abzusichern. Wir festigen mit diesem Schritt unsere globale Spitzenposition als führender Hersteller von Leistungshalbleitern und Analog-/Mixed-Signal-Technologien.“

Seit dem Spatenstich Anfang Mai 2023 vergingen drei Jahre bis zur Fertigstellung. Das Werk geht damit sogar drei Monate früher als geplant in Betrieb. Infineon will hier Leistungshalbleiter herstellen, die unter anderem für Elektroautos, erneuerbare Energien, Rechenzentren und Industrieanlagen gebraucht werden. Die Chips entstehen auf 300-Millimeter-Wafern. Mehr dazu gibt es hier.

Infineon bekommt Lob von allen Seiten: „Die neue Smart Power Fab von Infineon ist ein starkes Signal für den Industriestandort Deutschland und Europa“, so Bundeskanzler Friedrich Merz.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer stimmt zu: „Dass Dresden den größten Mikroelektronikcluster Europas beherbergt, ist ein entscheidender Standortvorteil. Die neue Smart Power Fab von Infineon stärkt dieses einzigartige Ökosystem und zeigt, dass industrielle Großprojekte mit den richtigen Rahmenbedingungen sicher und zügig umgesetzt werden können. Das ist ein starkes Signal für den Industriestandort und die Zukunft der Mikroelektronik in Europa.“

Infineon (WKN: 623100)

Auf die ebenfalls positiven Analystenstimmen wird DER AKTIONÄR in den kommenden Tagen an dieser Stelle eingehen. Vorab: Der Tenor ist durch die Bank positiv. Das Fazit hat Bestand: Infineon agiert am Puls der Zeit. Die neue Smart Power Fab passt gut ins Bild. Die Aussichten sind vielversprechend. Die DAX-Aktie bleibt eine attraktive Möglichkeit, mittel- und langfristig von der Erholung des Halbleitermarkts und dem anhaltenden KI-Boom zu profitieren. Anleger mit Weitblick bleiben vorerst investiert, stellen sich kurzfristig dabei aber auf eine erhöhte Volatilität und den einen oder anderen scharfen Rücksetzer ein. Frische Zahlen zur operativen Entwicklung gibt es offiziell am 5. August.

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