04.11.2009 Leon Müller

Infineon in koreanischer Hand

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Infineon
Trendthema

Auf dem Frankfurter Parkett kursiert das Gerücht, die südkoreanische LG Group sei an einer Übernahme des Münchener Halbleiterkonzerns Infineon interessiert. Die Notierung der in den vergangenen Tagen deutlich zurückgekommenen Aktie zieht spürbar an. Für die zuletzt arg gebeutelten Aktionäre eine willkommene Abwechslung.

Sie keimen auf. Gerüchte, ein ausländischer Konzern wolle den deutschen Marktführer im Halbleitersegment übernehmen. In der Vergangenheit wurde gerne die russische Holding Sistema als Käufer ins Gespräch gebracht, zum Teil auch, weil sich die Russen immer wieder selbst als potenzieller Übernehmer ins Spiel brachten. Zu Wochenmitte wird auf dem Frankfurter Parkett nun ein weiterer Name gehandelt: LG Group. Der südkoreanische Konzern, der hierzulande insbesondere durch seine Tochter LG Electronics bekannt ist, soll an einer Übernahme von Infineon interessiert sein.

Infineon-Aktie setzt sich an DAX-Spitze

Für die von Kursverlusten geplagten Infineon-Aktionäre sind das Gerücht und der damit in Verbindung stehende Kursanstieg eine willkommene Abwechslung. Nachdem das Papier in den vergangenen Tagen deutlich korrigiert hatte und zwischenzeitlich rund 30 Prozent unter das 52-Wochen-Hoch fiel, zieht die Notierung am Mittwoch spürbar an. Die Aktie des Münchener Halbleiterkonzerns hat sich zwischenzeitlich an die Spitze der Gewinnerliste im DAX gesetzt, notiert im Bereich von 3,20 Euro.

Kursschwäche zum Einstieg nutzen

DER AKTIONÄR hat in den vergangenen Tagen mehrfach darauf hingewiesen, dass die aktuelle Kursschwäche auf mittel- bis langfristige Sicht eine günstige Gelegenheit zum Einstieg in den DAX-Wert darstellt. Die immer wieder schwelenden Übernahmegerüchte kommen nicht von ungefähr und stützen die positive Gesamteinschätzung. Eine ausführliche Einschätzung, Fundamentaldaten zur Aktie des Halbleiterkonzerns und einen Peer-Group-Vergleich finden Sie im "Spezialreport: Der wahre Wert von Infineon", den Sie hier abrufen können.