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"Idiot": Ryanair‑Chef O’Leary schießt gegen Elon Musk

Foto: ChatGPT/Sora
Ryanair Holdings PLC -%
Thorsten Küfner Heute, 09:27 Thorsten Küfner

Zwischen Ryanair-CEO Michael O’Leary und Elon Musk ist ein Schlagabtausch über den möglichen Einsatz von Musks Satelliteninternets Starlink in Passagierflugzeugen entbrannt. Nach Angaben des US-Magazins Politico eskalierte der Streit und mündete in gegenseitige Beleidigungen sowie Vorwürfe fehlerhafter Aussagen zu technischen Fragen und Kosten.

Ausgangspunkt der Auseinandersetzung war ein Radiointerview mit O’Leary, in dem dieser das WLAN-Angebot von Starlink für den Einsatz an Bord von Ryanair-Flugzeugen als wenig attraktiv darstellte. Er berichtete dabei, Musk habe ihm zuvor vorgeworfen, in der Angelegenheit "falsch informiert" zu sein, da Ryanair den Einbau der Technik ablehne. O’Leary reagierte darauf mit scharfer Kritik an Musk und erklärte, er schenke dessen Aussagen keine Beachtung. Er bezeichnete zudem Musk als "ein Idiot – ein sehr reicher zwar, aber immer noch ein Idiot". Und wenn sich ein Michael O’Leary erst einmal in Rage geredet hat, dann hört er damit meist nicht direkt wieder auf. Im gleichen Interview schob er hinterher, dass Musks Plattform X seiner Meinung nach eine "Kloake" ist.

Wie zu erwarten war, ließ Musk diese Aussagen natürlich nicht unbeantwortet. Über X konterte er, nannte den Ryanair-Chef ebenfalls einen "Idioten" und forderte dessen Entlassung. Darüber hinaus warf er O’Leary vor, die Auswirkungen der benötigten Antennen auf den Treibstoffverbrauch "um den Faktor zehn" falsch zu bewerten.

Hinter den öffentlichen Wortgefechten verbirgt sich, dass Ryanair bewusst auf den Einbau von Starlink-Antennen in seine mehr als 600 Boeing-737-Maschinen verzichtet. Nach Einschätzung von Konzernchef Michael O’Leary würde die zusätzliche Verkleidung an der Flugzeugaußenhaut den Luftwiderstand erhöhen und damit den Treibstoffverbrauch spürbar steigern. Er rechnet mit einem Mehrverbrauch von rund zwei Prozent, was für die Airline jährliche Zusatzkosten in dreistelliger Millionenhöhe bedeuten könnte. Zudem bezweifelt O’Leary, dass Passagiere auf Kurzstrecken bereit wären, für einen Internetzugang an Bord zu zahlen.

Ryanair (WKN: A1401Z)

Es dürfte spannend werden, wie es im Streit der beiden Alphatiere O’Leary und Musk weitergeht. Größere Auswirkungen auf das operative Geschäft von Ryanair dürften die Auseinandersetzung aber vorerst nicht haben. Die Ryanair-Aktie präsentiert sich indes aktuell weiter in einer robusten Verfassung. Die jüngste Konsolidierungsbewegung ist nach dem Anstieg auf ein neues Allzeithoch keinerlei Grund zur Sorge. Die Perspektiven für den Billigflieger bleiben gut. Wer bei der Aktie investiert ist, bleibt dabei und beachtet den Stoppkurs bei 22,00 Euro. 

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