02.03.2017 Fabian Strebin

HSBC: 8,74 Euro oder 7,34 Euro?

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HSBC
Trendthema

Seit Bekanntgabe der Zahlen zum abgelaufenen Jahr befindet sich die HSBC auf Tauchstation. Grund war ein drastischer Gewinnrückgang 2016. Auch durch höher als erwartete Rückkäufe eigener Aktien ließen sich die Anleger nicht besänftigen. Die Analysten sind derweil gespalten.

Analysten uneins

Für die Investmentbank Goldman Sachs bleibt das Kursziel für die HSBC bei 750 britischen Pence (8,74 Euro). Die Empfehlung lautet unverändert „Neutral“. In einer aktuellen Studie schrieb Analyst Jemej Omahen, dass mit der BNP Paribas und der HSBC die „unüblichen Verdächtigen“ unter Europas Geldhäusern überdurchschnittlich abgeschnitten hätten.

Weniger traut hingegen die UBS der HSBC zu. Die Schweizer haben ihr Kursziel nach Zahlen von 680 Pence auf 630 Pence (7,34 Euro) gesenkt. Die Einschätzung bleibt auf „Neutral“. Nach Ansicht von Analyst Jason Napier stehe die schwache Entwicklung bei den Gewinnen höheren Ausschüttungen an die Aktionäre entgegen. Er schätzt, dass die HSBC ihre Gewinne um neun Prozent steigern müsste, um die negative Entwicklung bei den Erträgen auszugleichen.

Bewertung günstig

in bi

in britischen Pence

Mit einem KGV von 14 ist die HSBC im Branchenvergleich teuer. Zieht man für die Bewertung allerdings noch das Kurs-Buchwert-Verhältnis heran, relativiert sich die Sicht: Die Aktie kommt hier auf 0,9, während die Peer-Group bei 1,1 liegt. Auf dem derzeitigen Niveau bietet der Titel zudem eine Dividendenrendite von 5,9 Prozent.

Die Marke bei 648 Pence (7,55 Euro) hat beim jüngsten Kursrutsch gehalten, hier drehte die Aktie wieder nach oben. Als weitere Unterstützung dient die 200-Tage-Linie bei 581 Pence (6,77 Euro). Auf dem Weg Richtung 700 Pence (8,15 Euro) müsste die HSBC dagegen erst die Widerstände bei 680 Pence (7,92 Euro) und 6,97 Pence (8,12 Euro) knacken. DER AKTIONÄR hält an seiner Kaufempfehlung mit Ziel 8,50 Euro fest. Der Stopp sollte bei 5,50 Euro platziert werden.