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27.04.2021 Carsten Kaletta

HSBC: Europas größte Bank ist einfach straight

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HSBC

Die britische Großbank HSBC ist besser als gedacht ins Jahr gestartet. So hat das Finanzinstitut, das den Schwerpunkt seines Geschäfts in Asien hat, deutlich mehr verdient als von Analysten erwartet. Die HSBC-Aktie kann davon profitieren.

Vor Steuern verdiente das Institut im ersten Quartal mit fast 5,8 Milliarden Dollar 79 Prozent mehr als vor einem Jahr. Analysten hatten im Schnitt nur mit 3,35 Milliarden Dollar gerechnet.

Damals hatte Europas größte Bank noch viel Geld für faule Kredite zurückgelegt. Diese Risikovorsorge wurde nun zum Teil wieder aufgelöst. Grund sei ein besserer Konjunkturausblick vor allem für Großbritannien, erklärte HSBC am Dienstag

Die HSBC profitierte dabei unter anderen von Einsparungen und einer besseren Einschätzung beim Blick auf mögliche Kreditausfälle. So konnte die Bank im ersten Quartal rund 400 Millionen Dollar aus der Risikovorsorge auflösen. In den ersten drei Monaten vergangenen Jahres hatte die Bank wegen der Corona-Pandemie noch drei Milliarden Dollar für Kreditausfälle zurückgestellt.

HSBC musste allerdings unter dem Druck niedrigerer Zinsen einen Ertrageinbußen in Höhe von fünf Prozent hinnehmen. Die britische Bank macht einen Großteil ihres Geschäfts in Asien. Der maßgebliche Zinssatz im wichtigen HSBC-Markt Hongkong lag im ersten Quartal über weite Strecken so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr. Um weniger von Zinsgewinnen abhängig zu sein und mehr von Provisionen profitieren zu können, will man sich zukünftig dort verstärkt auf besonders wohlhabende Kunden fokussieren.

Die HSBC-Aktie liegt am Dienstag leicht im Plus und notiert bei 4,91 Euro. Damit ist das 52-Wochen-Hoch (5,44 Euro) einigermaßen in Reichweite.

HSBC (WKN: 923893)

HSBC hat genauso wie die US-Banken starke Zahlen vorgelegt. Auch das charttechnische Bild (mittelfristig) ist positiv. Ein frisches Kaufsignal würde die Aktie allerdings erst mit dem Überwinden der 50-Tage-Linie (4,96 Euro) generieren. Für investierte Anleger gilt: Gewinne laufen lassen.

(Mit Material von dpa-AFX)