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08.05.2021 Andreas Deutsch

„Historischer Einbruch“ vs. Mega-Wachstum – Onlineboom befeuert diesen AKTIONÄR-Geheimtipp

Der andauernde Lockdown hat dem stationären Modehandel in Deutschland laut dem Branchenverband BTE „einen historischen Umsatzeinbruch" beschert. Währenddessen ist Zalando im ersten Quartal in einigen Bereichen so stark gewachsen wie seit Jahren nicht. Diesen Player hat noch kaum jemand auf dem Schirm.

Laut BTE haben Boutiquen, Modefilialisten und Bekleidungshäuser in den ersten vier Monaten dieses Jahres gegenüber 2020 rund 40 bis 50 Prozent an Umsatz verloren. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 betrage das Minus sogar rund 60 Prozent.

„Die kurze Öffnungsphase im März, das Shoppen auf Termin oder Click & Collect konnten die Einbußen nicht mal annähernd ausgleichen“, so BTE-Sprecher Axel Augustin.

Gebe es nicht „schnellstens substanzielle Öffnungsschritte“, würden „tausende Modegeschäfte ihre Türen für immer schließen“.

Deutschland ist kein Einzelfall. Die Analysten der UBS erwarten, dass bis 2025 jedes fünfte Modegeschäft in Europa verschwunden sein wird. In Asien und Amerika dürfte es nicht anders aussehen.

Indes wächst der Onlinemodehandel weiterhin brachial stark. Marktführer Zalando hat in dieser Woche besser als erwartete Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Das Unternehmen zählt mittlerweile 41,8 Millionen Kunden und weist ein Bruttowarenvolumen von 3,2 Milliarden Euro auf (56 Prozent im Vergleich zu Q1/2020).

Stiller Profiteur des Mode-Onlinebooms ist Bambuser aus Schweden. Das Unternehmen engagiert sich seit 2007 im Bereich Live-Streaming-Software und hat seitdem etliche namhafte Kunden gewonnen, zum Beispiel H&M, Farfetch, Samsung und auch Shopify.

Laut den Analysten von Coresight Research hatte der Livestreaming-Markt im Jahr 2020 einen Wert von 150 Milliarden. Für 2021 rechnen sie mit einer Verdopplung.

In China, wo Video-Shopping schon länger ein Renner ist, wird der Bruttowarenwert Livestreaming-E-Commerce bis 2022 voraussichtlich 20 Prozent der kompletten Onlineverkäufe ausmachen, so Coresight Research. In den USA werde das Volumen bis Ende dieses Jahres auf elf Milliarden und bis 2023 auf 25 Milliarden Dollar steigen.

BAMBUSER AB (WKN: A2DREX)

DER AKTIONÄR hat Bambuser in Ausgabe 49/20 empfohlen, die Performance seitdem: +85 Prozent. Nach einer Korrektur ist derzeit Konsolidierung angesagt. Neues Kursziel des AKTIONÄR: 2,50 Euro, Stopp auf 1,70 Euro nachziehen!