7 Chancen auf 111 Prozent
19.03.2020 Dr. Dennis Riedl

Gold/Silber-Divergenz in 2020: Historische Chance?

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Gold

Die Entwicklung ist eindeutig: Während sich der Goldpreis im Jahr 2020 bisher nahezu stabil gehalten hat (bis gestern noch ein Jahresplus!), ist der Silberkurs um satte 33 Prozent eingebrochen. Eine solch starke Diskrepanz hat es in der jüngeren Geschichte der beiden Edelmetalle bislang nur sehr selten gegeben. In der Folge war man dabei stets gut beraten, diese überraschende Strategie zu fahren.

Silber (ISIN: XC0009653103)

Chart: Silber (blau) vs. Gold (schwarz).


Was ist los mit Silber?

Während man mit Gold bislang solide durch die jüngste Krise gekommen ist, hat es den Silberpreis regelrecht mitgerissen. Allein in den letzten sechs Handelswochen hat sich das Gold so um 25 Prozent besser geschlagen als Silber. Wird sich diese Schere zeitnah wieder schließen? Seit 1975 hat es eine vergleichbare Konstellation lediglich drei Mal gegeben. Hier sehen Sie, was jeweils danach passiert ist:

Interessantestes Ergebnis: Die vermeintliche „Schere“ hat sich nicht etwa wieder zügig geschlossen. Vielmehr hat das Gold in solchen Konstellationen gegenüber dem Silber in den darauffolgenden zehn Handelswochen weiter an Wert gewonnen. Einfach Gold zu kaufen (oder Silber zu verkaufen) wäre übrigens weniger ratsam gewesen. Die übergeordnete Richtung der Edelmetalle zeigte in unterschiedliche Richtungen. Es handelt sich also um eine echte Spekulation auf die Diskrepanz zwischen den Metallen. Ob es in 2020 wieder so kommt, ist damit natürlich noch nicht gesagt. Zumindest aber sollte man als Anleger die naheliegende Strategie, das zurückgebliebene Silber nun einzusammeln, eventuell noch einmal überdenken.

Ob sich dieses Muster auch in 2020 wieder so zeigt, ist damit natürlich noch nicht gesagt. Zumindest aber sollte man als Anleger die naheliegende Strategie, das zurückgebliebene Silber aufgrund eben jener relativen Schwäche nun einzusammeln, vielleicht noch einmal überdenken.