Nach zuletzt einigen schwächeren Handelstagen kann der Goldpreis im heutigen Handel wieder zulegen. Die mittel- bis langfristigen Perspektiven für das Edelmetall bleiben ohnehin gut. Der wichtigste Treiber ist die angespannte politische Lage. Der Krieg zwischen den USA und dem Iran sowie die allgemeine Unsicherheit im Nahen Osten.
Dies sorgt auch ein Stück weit für eine Flucht in sichere Anlageklassen. Gold besitzt kein Ausfallrisiko eines Staates oder Unternehmens und gilt deshalb traditionell als Krisenversicherung. Auch die Sorge vor einer weiteren Eskalation des globalen Handels- und Machtkonflikts stützt den Preis. Für viele Investoren ist Gold inzwischen nicht mehr nur ein Schutz vor kurzfristigen Börsenturbulenzen, sondern ein strategischer Bestandteil der Vermögensaufteilung. Der World Gold Council sieht geopolitische Risiken, Inflationsgefahren und die Suche nach Diversifikation weiterhin als wichtige Gründe für die Goldnachfrage.
Eine besonders wichtige Rolle spielen die Notenbanken. Viele Schwellenländer stocken ihre Goldreserven auf, um ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern. Gold gilt als neutraler Reservewert, der nicht von der Geldpolitik oder der Zahlungsfähigkeit eines einzelnen Landes abhängt.
Im zweiten Quartal 2026 kauften Zentralbanken netto 289 Tonnen Gold. Der World Gold Council spricht trotz einer erwarteten Abschwächung gegenüber dem Vorjahr weiterhin von einer stabilen strukturellen Nachfrage. Entscheidend ist dabei, dass Notenbanken häufig langfristig handeln und ihre Käufe weniger stark vom kurzfristigen Preis abhängen als private Anleger.
Aufschwung auf breiter Basis
Zusätzlichen Rückenwind liefern börsengehandelte Goldfonds. Im August verzeichneten Gold-ETFs in Europa, Nordamerika und Asien zusammen deutliche Mittelzuflüsse. Allein europäische Fonds nahmen laut World Gold Council rund 7,9 Milliarden US-Dollar auf, nordamerikanische Produkte kamen auf 7,8 Milliarden Dollar. Durch diese Käufe müssen die Anbieter zusätzliches Gold erwerben, was die Nachfrage am Termin- und Kassamarkt verstärkt. 7
Auch die Nachfrage nach Barren und Münzen bleibt robust. Besonders in Asien spielt Gold traditionell eine große Rolle bei der Geldanlage. In China stiegen die privaten Goldimporte nach Beginn des Iran-Konflikts deutlich an. Zwischen März und Juli lagen sie im Durchschnitt bei etwa 158 Tonnen pro Monat, verglichen mit rund 104 Tonnen in den beiden Monaten zuvor.
Auf der Angebotsseite gibt es ebenfalls wenig Gründe für eine schnelle Entspannung. Die Minenproduktion wächst nur moderat, neue Förderprojekte benötigen häufig viele Jahre. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Gold als Anlage- und Reservewert hoch. Der World Gold Council erwartet deshalb, dass Investitionsnachfrage und Käufe der Notenbanken den Markt auch im weiteren Jahresverlauf stützen werden.
Die Aussichten für Gold bleiben gut. Wer gezielt auf diesen Bereich setzen will, liegt mit dem Best of Gold Miners und dem Indexzertifikat mit der WKN DA0AAY richtig.
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