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16.08.2021 Markus Bußler

Gold: Nach der 100-Dollar-Rallye

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Kinross Gold

Es ist eine Woche her: Vergangenen Montag tauchte der Goldpreis im vorbörslichen asiatischen Handel plötzlich ab und kam erst im Bereich von 1.680 Dollar zu stehen. Ein Flash-Crash, wie es so schön heißt. Ausgelöst durch eine vier Milliarden Dollar schwere Order, die zu einer Zeit in den Markt kam, zu der es nur einen sehr geringen Handel gibt.

Seit diesem Flash-Crash hat sich der Goldpreis allerdings wieder erholt. Angeheizt durch die höheren Produzentenpreise in den USA ging es mit Gold gerade am Freitag wieder bergauf. Rund 100 Dollar konnte Gold mittlerweile vom Flash-Crash-Tief aus wieder gutmachen. Doch ist damit wirklich schon etwas gewonnen? In den sozialen Medien sehen viele eine V-förmige Erholung von diesem Tief. Doch chattechnisch stehen noch zwei harte Widerstände bevor.

Der erste ist der Bereich von 1.793 Dollar. Gold befand sich einige Wochen in einer Schiebezone. Und diese Marke stellt das untere Ende dieser Schiebezone dar. Viel wichtiger aber ist der Bereich rund um 1.840 Dollar. Gold hat sich in den vergangenen Wochen gleich dreimal den Kopf beim Ausbruchsversuch gestoßen. Mittelfristig muss Gold diese Marke knacken, um das Bild wieder zugunsten der Bullen zu verschieben.

Allerdings wird das eine Menge Arbeit werden. An der Börse hat man sich an V-förmige Erholungen gewöhnt. Nicht zuletzt die Erholung der Aktien nach dem Corona-Crash im vergangenen Jahr haben den Glauben daran genährt, dass solche Erholungen die Regel sind. Doch ein Blick in die Historie zeigt, dass V-förmige Erholungen eher die Ausnahme sind. Solange Gold den Bereich um 1.840 Dollar nicht erobern kann, bleibt das Edelmetall anfällig. Der Marke von 1.680 Dollar kommt auf der Unterseite entscheidende Bedeutung zu. Hier haben wir einen Dreifachboden, resultierend aus den Tiefpunkten im Frühjahr und dem Flash-Crash-Tief. Diesen Boden müssen die Bullen verteidigen.

Gold (WKN: CG3AB0)