Der Goldpreis hat sich seit seinem Tief am Montag bei knapp 4.100 Dollar wieder deutlich erholen können. Am Mittwochmorgen wird eine Feinunze Gold für 4.549 Dollar gehandelt. Unterstützend wirkte dabei ein Rückgang der Ölpreise, der Inflationssorgen dämpfte. Hintergrund sind Signale aus Washington, wonach an einer Lösung des Nahostkonflikts gearbeitet wird.
Trotz der jüngsten Erholung notiert der Goldpreis jedoch weiterhin knapp 19 Prozent unter seinem Höchststand von Ende Januar, aber gut fünf Prozent über dem Stand zum Jahreswechsel.
Laut Goldman Sachs entspricht die jüngste Korrektur dem historischen Muster. Höhere Zinserwartungen und volatile Märkte hätten die Nachfrage, insbesondere über zinssensitive Gold-ETFs, belastet. In Stressphasen verkaufen Investoren zudem häufig auch Gold, um Liquidität zu schaffen.
„Wir halten den Rückgang (…) im Rahmen unseres bestehenden Bewertungsmodells nicht für überraschend“, sagte Daan Struyven, Co-Leiter der globalen Rohstoffforschung bei der Bank. Steigende Zinserwartungen hätten die Investorennachfrage belastet, insbesondere über goldgedeckte ETFs, die „sehr zinssensibel“ seien. Er deutete zudem an, dass die jüngste Rallye beim Gold die Fundamentaldaten übertroffen habe und ein Teil der Korrektur eine „gewisse Normalisierung“ widerspiegele. Insgesamt bleibt der Analyst aber optimistisch. Bis Jahresende traut er dem Edelmetall weiter einen Anstieg auf 5.400 Dollar zu – nicht zuletzt gestützt durch anhaltende Käufe der Notenbanken zur Diversifikation.
Auch DER AKTIONÄR sieht mittel- bis langfristig weiter gute Chancen bei Gold, auch wenn es kurzfristig volatil bleiben sollte. Die aktuelle Korrekturphase bietet Nachkaufchancen und die Möglichkeit, physische Bestände auszubauen. Wer breit gestreut auf Goldminenwerte setzen will, liegt beim Best of Gold Miners Index des AKTIONÄR richtig. Alle wichtigen Infos dazu finden Sie hier. Mehr Infos zu den Edelmetallmärkten gibt es bei Goldfolio – dem Börsendienst für Gold- und Silberaktien.
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Heute, 07:34