Zur Optionsschein-Empfehlung des Tages!
16.03.2020 Markus Bußler

Gold: Das kann doch nicht wahr sein

-%
Gold

Der Goldpreis erholt sich im frühen Handel. Allerdings: Drehte der Goldpreis zum Handelsauftakt in Asien nach der überraschenden Zinssenkung der US-Notenbank Fed zunächst 40 Dollar ins Plus, schmolz dieser Gewinn im Laufe des Handels deutlich. Autralien erlebt den schwächsten Tag der Geschichte, die Börse brach zehn Prozent ein. Goldaktien bildeten hier keine Ausnahme. Zwar versuchten sie zur Handelsmitte eine Erholungsrallye. Doch die Verunsicherung siegte. Am Ende präsentierten auch sie sich tiefrot.

Gold hat zunächst das getan, was man erwarten konnte: Nachdem die US-Notenbank Fed die Zinsen nahe 0 gesenkt hat und gleichzeitig ein 700 Milliarden Dollar schweres Quantitative Easing aufgelegt hat, sprang der Goldpreis nach oben. Die Dow-Futures drehten mittlerweile Limit-down nach unten. Der Dow wird aber auch von der rasanten Ausbreitung des Corona-Virus in den USA belastet. Doch auch wenn sich Gold im Plus behaupten kann – Partystimmung kommt sicher nicht auf. Zum einen wachen sie Gesundheitssorgen aufgrund der Corona-Krise, zum anderen spielen die Goldaktien nicht mit. Sie kommen deutlich unter Druck. Und auch wenn sie extrem günstig sind, hindert es sie nicht, noch günstiger zu werden.

Gold (ISIN: XC0009655157)

Aktuell kann Gold die deutlichen Verluste von vergangenem Freitag nur zum Teil wieder aufholen. Es deutet einiges darauf hin, dass Gold noch eine weitere Schwächephase vor sich hat, bevor es endlich wieder aufwärtsgeht. Die Finanzmärkte befinden sich aktuell in einer Extremsituation. Das Coronavirus belastet die Wirtschaft und die Finanzmärkte und zusätzlich scheint bei einigen Anlegern ein Liquiditätsengpass vorhanden zu sein, der dafür sorgt, dass alles verkauft werden muss. Gold sollte sich in dieser Phase über dem Tief aus dem November 2019 halten, damit das übergeordnet bullishe Chartbild intakt bleibt. Ein Rückgang bis in den Bereich von 1.450 Dollar wäre damit zwar schmerzhaft, aber aus charttechnischer Sicht noch keine Katastrophe. Nach wie vor sind deutlich höhere Kurse (neues Rekordhoch in US-Dollar?) in den kommenden Monaten möglich.