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15.07.2021 Markus Bußler

Gold: Danke J. Powell

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Gold

Der Goldpreis konnte gestern rund 20 Dollar im Plus schließen und erreichte den höchsten Stand seit rund einem Monat. Auch der Silberpreis konnte die runde 26-Dollar-Marke zurückerobern und startet auch heute fester in den Tag. Vor allem die Rede von Fed-Chef Jerome Powell sorgte beim Goldpreis für Rückenwind.

„Die Inflation ist deutlich gestiegen und wird in den kommenden Monaten wahrscheinlich hoch bleiben, bevor sie sich abschwächt.“ Powell räumte dabei ein, dass die Inflation höher gestiegen ist als von der US-Notenbank ursprünglich erwartet. Doch er wiederholte seine Ansicht, dass dies nur vorübergehend sein wird. Die Fed stellt dabei weniger auf den Verbraucherpreisindex (CPI) als vielmehr auf den PCE ab, der die persönlichen Verbrauchsausgaben misst, bei dem Energie- und Lebensmittelkosten herausgerechnet sind. Der Index zeigte zuletzt eine Steigerung von 3,4 Prozent. Die Fed sieht den PCE aber auf 2,1 beziehungsweise 2,2 Prozent in den Jahren 2022 und 2023 fallen.

Aufgrund dieser Erwartungen sagte der Vorsitzende Powell, dass es ein „Fehler“ wäre, wenn die Fed „voreilig handeln“ würde, um eine Inflation zu bekämpfen, die letztlich nur vorübergehend sein dürfte. Das bedeutet, dass die US-Notenbank ihre derzeitige dovishe Geldpolitik mit fortgesetzten monatlichen Käufen von US-Schuldtiteln und hypothekarisch gesicherten Wertpapieren in Höhe von insgesamt 120 Milliarden pro Monat fortsetzen wird. Außerdem wird sie ihren Leitzins zwischen null und 25 Basispunkten halten.

Nachdem am Vortag in Erwartungen eines früheren Zinsschritts der Dollar gestiegen ist, kehrte sich gestern das Blatt um. Der Dollar geriet unter Druck und das machte es dem Goldpreis leichter, zu steigen. Die immer wieder geschürte Zinsangst scheint also weiter übertrieben zu sein. Das dürfte den Goldpreis auch in der Zukunft Rückenwind verleihen.

Gold (WKN: CG3AB0)

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