Gold steht wegen der Inflation und höherer Zinserwartungen unter Druck. Jefferies sieht Rücksetzer dennoch als Kaufgelegenheit und bleibt langfristig optimistisch. Die Gewinne der Minenbranche dürften im dritten Quartal trotz höherer Kosten solide ausfallen. Steigende Anleiherenditen machten Gold als Anlage zuletzt weniger attraktiv.
Jefferies bezweifelt jedoch, dass die USA dauerhaft hohe Finanzierungskosten tragen können: Das jährliche Defizit beträgt rund zwei Billionen US-Dollar beziehungsweise sechs Prozent des BIP, die jährlichen Nettozinsausgaben liegen über einer Billion. Der wachsende finanzielle Druck könnte die Politik zu Maßnahmen bewegen, die Kreditkosten zu begrenzen. Inflation, Staatsschulden, Währungsabwertung und Zentralbankkäufe stützen Gold langfristig.
Jefferies senkte die Goldpreisprognose für das vierte Quartal von 4.600 auf 4.400 Dollar je Unze und den erwarteten Jahresdurchschnitt 2026 von 4.595 auf 4.511 Dollar. Für 2027 bleibt aber die Marke von 5.000 Dollar das Ziel.
Im dritten Quartal verteuerte sich Diesel um rund zwölf Prozent, während Gold sechs Prozent auf durchschnittlich 4.263 Dollar je Unze nachgab. Treibstoff, Löhne, Wartung, Förderplanung und Wetter belasteten die Minenbetreiber. Dennoch lägen die Margen klar über historischen Durchschnittswerten. Jefferies erwartet mehr freien Cashflow je Unze, unter anderem wegen geringerer Steuerzahlungen. Im Schlussquartal könnten nachlassende Produktionsstörungen helfen; ein Goldpreis von 5.000 Dollar 2027 dürfte die Profitabilität deutlich erhöhen.
Goldminenaktien verloren zuletzt gegenüber dem Metall an Dynamik. Der VanEck Gold Miners ETF verzeichnete im September Abflüsse von etwa einer Milliarde Dollar. Jefferies bevorzugt weiterhin starke Produzenten und wertet den Rückgang als günstige Einstiegschance.
Auch DER AKTIONÄR bleibt für den Goldpreis mittel- bis langfristig zuversichtlich gestimmt. Wer breit gestreut im Goldsektor investieren will, kann auf den Best of Gold Miners Index setzen, in dem die weltgrößten Produzenten wie etwa Barrick Mining, Newmont oder Agnico Eagle Mines vertreten sind. Hier bietet sich derzeit das Indexzertifikat mit der WKN DA0AAY an.
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