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26.06.2017 Thorsten Küfner

Gazprom: Was geschieht eigentlich in China?

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Gazprom

In den Meldungen über Gazprom dominieren derzeit vor allem News über die Entwicklungen bei den (geplanten) Pipelines in Europa wie Nord Stream 2, Turkish Stream oder auch South Stream. Doch das wichtigste Projekt für den weltgrößten Erdgasproduzenten entsteht im fernen Osten: Die Pipelines nach China.

Und diesbezüglich läuft es für den Konzern gut. Wie kürzlich bekannt gegeben wurde, kommt man mit dem Bau der östlichen Pipeline besser voran als ursprünglich geplant. Aktuell seien fast 800 Kilometer errichtet worden. Bis zum Ende des Jahres will Gazprom bei 1.100 Kilometern sein, was in etwa der halben Strecke von den riesigen Gasfeldern Sibiriens bis in die Region der chinesischen Wirtschaftszentren wäre. Mit den Gaslieferungen soll zwischen Mai 2019 bis spätestens Mai 2021 begonnen werden. Aktuell stehen die Chancen nicht schlecht, dass man bereits im Jahre 2019 den bevölkerungsreichsten Staat der Welt mit Erdgasversorgen kann.

Bezüglich der zweiten – weniger bedeutenden – Pipeline in den wirtschaftlich weniger starken Westen Chinas laufen aktuell noch diverse Gespräche. Offenbar wird dabei darüber beraten, inwieweit diese Pipeline auch als Transit für die Gasversorgung anderer asiatischer Länder genutzt werden kann.

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Trübes Chartbild
Die Pipeline in den Osten Chinas ist das wichtigste Projekt für Gazprom, da man sich dadurch einen neuen, wachstumsstarken und lukrativen Markt erschließen kann. Die langfristigen Aussichten für den Weltmarktführer bleiben gut, die Aktie ist nach wie vor extrem niedrig bewertet. Dennoch sollten Anleger wegen des trüben Chatbilds bei Energierohstoffen sowie der Aktie von Gazprom vorerst weiterhin an der Seitenlinie verharren.


Wie Anleger hingegen mit weniger riskanten Aktien kontinuierlich ein Vermögen aufbauen können, erfahren Sie in der Titelstory der Print-Ausgabe 26/2017: „Reich: So funktioniert`s“

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