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08.10.2020 Marion Schlegel

Evotec gibt Gas bei der Alzheimer-Forschung – startet jetzt auch die Aktie wieder durch?

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Evotec

Das Hamburger Biotech-Unternehmen Evotec und der Pharmakonzern Bristol Myers Squibb (früher: Celgene) weiten ihre Forschungspartnerschaft aus. Im Rahmen der seit 2016 laufenden Allianz zur Identifizierung von Therapiemöglichkeiten für neurodegenerative Erkrankungen haben die Partner einen weiteren Ansatz mit Blick auf die Alzheimer-Krankheit ins Portfolio aufgenommen. Das teilte Evotec am Donnerstag mit. In diesem Zuge erhält Evotec den Angaben zufolge eine Zahlung in Höhe von sechs Millionen Dollar.

Evotec (WKN: 566480)

Dr. Cord Dohrmann, Chief Scientific Officer von Evotec, kommentierte: „Wir freuen uns sehr, unsere strategische neurowissenschaftliche Partnerschaft mit Bristol Myers Squibb erneut auszuweiten. Unser gemeinsames Portfolio wächst in der Breite aber – was noch wichtiger ist – auch in der Tiefe, da in den meisten Projekten bedeutende Fortschritte erzielt werden.“

Die heutige Meldung nahm die Baader Bank zum Anlass, ihre Kaufempfehlung für die Aktie von Evotec zu bestätigen. Sie beließ die Aktie auf „Add“ mit einem Kursziel von 28 Euro. Die Entwicklungsplattform iPSC des Hamburger Wirkstoffforschers erweise sich als ansprechende Alternative zu herkömmlichen Entwicklungsansätzen in der Pharmaindustrie, schrieb Analyst Bruno Bulic in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Bulic schätzt das Marktvolumen für Mittel gegen neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und Schizophrenie insgesamt auf über 60 Milliarden Dollar.

Die Aktie von Evotec reagierte zunächst mit einem kräftigen Plus, im Laufe des Vormittags musste sie jedoch erneut den Großteil ihrer Gewinne wieder abgeben. Nach wie vor sind bei Evotec Shortseller am Werk. In den vergangenen Wochen wurden die Netto-Leerverkaufspositionen auf 11,8 Prozent aller Evotec-Aktien ausgeweitet. DER AKTIONÄR bleibt langfristig aber weiter äußerst zuversichtlich. Langfristig dürfte sich auch der Kurs der fundamental starken Entwicklung wieder anpassen und den Weg nach oben einschlagen. Bis dahin ist aber weiterhin Geduld gefragt.

(Mit Material von dpa-AFX)

Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Evotec.

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