13.06.2019 Marion Schlegel

Evotec-Aktie: 30 Prozent im Plus – geht da noch mehr?

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Evotec
Trendthema

Im 52-Wochen-Vergleich ist die Aktie von Evotec noch immer eine der besten Aktien im MDAX. Genauer gesagt nimmt der Wert hinter dem Überflieger Dialog Semiconductor mit einem Plus von mehr als 51 Prozent Platz 2 ein. In den vergangenen Wochen folgte eine Korrektur, die durch das Engagement von Leerverkäufern noch verstärkt wurde. In dieser Woche kann die Aktie aber wieder einige Prozentpunkte gutmachen. Am heutigen Donnerstag gewinnt der Wert bis zum frühen Nachmittag 0,6 Prozent auf 22,59 Euro. Damit nächert sich die Aktie wieder dem ersten wichtigen Widerstand in Form des kurzfristigen Abwärtstrends. Ein Sprung darüber wäre ein deutliches positives charttechnisches Signal. Anleger, die seit der Empfehlung des AKTIONÄR im Oktober vergangenen Jahres bei Evotec investiert sind, liegen bereits 30 Prozent in Front. Gewinne laufen lassen – mittelfristig rechnet DER AKTIONÄR mit Kursen im Bereich von 30 Euro.

Beflügelt wurde Evotec in dieser Woche von einer neuen Kooperation mit der Bill & Melinda Gates Foundation, die vorerst auf fünf Jahre ausgerichtet ist. Evotec fließen dadurch in den kommenden Jahren knapp 24 Millionen Dollar zu. Ziel ist es, neue, wirksamere Behandlungsregime für Tuberkulose („TB“) zu finden. TB ist eine ernste Bedrohung für die Weltgesundheit und eine der am häufigsten tödlich verlaufenden Infektionen weltweit. Die Krankheit ist eine der zehn häufigsten Todesursachen weltweit. Im Jahr 2017 erkrankten 10 Millionen Menschen an TB, 1,6 Millionen starben an der Krankheit. Kleinkinder sind von der Krankheit unverhältnismäßig stark betroffen. Schätzungsweise eine Million Kinder erkrankten 2017 an TB, bei 230.000 von ihnen verlief die Krankheit tödlich, erläutert Evotec weiter. Momentan besteht die Standard-Behandlung aus einer Kombination von vier Wirkstoffen, die mindestens sechs Monate lang unter direkter Beobachtung verabreicht werden, so Evotec.