8 Aktien mit maximalem OHO-Effekt
27.11.2011 Michael Herrmann

E.on und RWE: Relative Stärke

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RWE

Der DAX hat in der abgelaufenen Woche über sieben Prozent abgegeben. Die einstigen Sorgenkinder E.on und RWE haben die Woche zwar ebenfalls mit einem Minus abgeschlossen, dieses fiel aber deutlich kleiner aus. Vor allem die Umbaupläne beider Energieversorger stimmen zuversichtlich.

Die Aktien von RWE und E.on haben auf Wochensicht über vier beziehungsweise fünf Prozent eingebüßt. Was auf den ersten Blick enttäuschend aussieht, relativiert sich beim Blick auf die allgemeine Marktentwicklung. Den DAX haben sie damit deutlich abgehängt. Für die relative Stärke der Versorger-Aktien gibt es gute Gründe.

Massenentlassungen bei E.on

Sowohl E.on als auch RWE haben die Zeichen der Zeit erkannt. Auf die Herausforderungen der Energiewende antworten sie mit radikalen Umbaumaßnahmen. Nachdem E.on in den vergangenen Monaten bereits mehrere Unternehmensteile verkauft hat, hat der deutsche Branchenprimus Anfang der Woche einen personellen Kahlschlag verkündet. Von den Arbeitnehmervertretern gab es hierfür naturgemäß viel Kritik. Analysten begrüßten dagegen die Maßnahmen.

RWE baut um

Konkurrent RWE will sich bis Ende 2013 von Beteiligungen im Gesamtwert von bis zu elf Milliarden Euro trennen. Hiervon sind erst 1,5 Milliarden Euro abgearbeitet. Weitere zwei Milliarden Euro soll Medienberichten zufolge der Teilrückzug aus Ägypten in die Kassen spülen. Das Engagement in Erneuerbaren Energien soll dagegen ausgebaut werden. Hier hat RWE unter anderem eine Kooperation mit dem Bankhaus Lampe abgeschlossen.

Zu hart abgestraft

Die Herausforderungen durch die deutsche Energiewende sind zwar enorm. E.on und RWE haben diese aber erkannt. Mit milliardenschweren Umbaumaßnahmen machen die Konzernchefs Johannes Teyssen und Jürgen Großmann die Versorger fit für die Zukunft. Das dürfte bald auch dem arg gebeutelten Aktienkurs wieder auf die Sprünge helfen.

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