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13.09.2019 Maximilian Völkl

E.on: Keine Chance für Innogy

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E.on

Bereits in der kommenden Woche könnte E.on die Übernahme von Innogy abschließen. Doch die Integration des Rivalen, der in etwa genau so groß ist wie der DAX-Konzern selbst, dürfte große Herausforderungen bereithalten. Die wichtigsten Personalentscheidungen sollen inzwischen getroffen sein – sehr zum Missfallen der Innogy-Leute.

Wie das Handelsblatt berichtet hat, wird kein einziger Innogy-Vorstand in die Führung des fusionierten Konzerns übernommen. Das kommt durchaus überraschend: Schließlich wäre es mit der Übernahme bekannter Gesichter voraussichtlich leichter geworden, die Vorbehalte bei den Innogy-Mitarbeitern auszuräumen. Diese fühlen sich ohnehin von RWE verraten, nachdem die erst 2016 erreichte Eigenständigkeit nun bereits wieder verloren geht.

Sowohl Innogy-CEO Uwe Tigges, als auch Netzchefin Hildegard Müller oder Finanzchef Bernhard Günther galten als Kandidaten für den Vorstand – und gehen nun leer aus. Die Manager wüssten bereits Bescheid, heißt es im Handelsblatt. Was aus ihnen wird, bleibt nun offen.

E.on (WKN: ENAG99)

Die Personalentscheidungen bergen Brisanz. Doch die größte Herausforderung bei der Innogy-Übernahme wird die Integration des kriselnden Vertriebsgeschäfts in Großbritannien. Auch wenn sich die E.on-Aktie zuletzt etwas erholt hat, gilt deshalb weiterhin: Branchenfavorit des AKTIONÄR bleibt RWE.

Wer bei E.on investiert ist, bleibt dabei. Der Stoppkurs liegt unverändert bei 7,80 Euro.