Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
08.08.2019 Thomas Bergmann

E.on-Aktie: Katerstimmung nach den Zahlen

-%
E.on
Trendthema

Der Energiekonzern hat mit seinen Quartalszahlen den jüngsten Abwärtstrend nicht stoppen können. Im Gegenteil: Die Aktie fällt in einem freundlichen Gesamtmarkt relativ deutlich und droht weiter an Boden zu verlieren. Experten sehen vor allem in den Problemen in England eine Gefahr für die Gewinnentwicklung. Der Stoppkurs des AKTIONÄR rückt näher.

Wie E.on am Vortag berichtete, stieg zwar der Umsatz im ersten Halbjahr um rund fünf Prozent auf 16,1 Milliarden Euro. Das EBIT ging jedoch um zwölf Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro zurück. Der bereinigte Konzernüberschuss lag mit rund 0,9 Milliarden Euro 16 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Der Ergebnisrückgang resultiert vor allem aus der nach wie vor besonders schwierigen Situation im britischen Markt. "Dort führten vor allem die vom staatlichen Regulator neu eingeführten Preisobergrenzen zu deutlichen Ergebniseinbußen", so E.on.

Positiv ist, dass E.on die Jahresprognose und den Dividendenvorschlag (0,46 Euro pro Aktie) für 2019 bestätigt hat. Zudem kommt der Konzern bei den Vorbereitungen zur Übernahme von Innogy wie geplant voran. Die Transaktion soll im September dieses Jahres stattfinden.

E.on (WKN: ENAG99)

Die technische Verfassung der E.on-Aktie ist deutlich schlechter als noch im Juni. Mit dem Fall unter 9,00 Euro hat die Aktie ein Verkaufssignal generiert. Jetzt kommt es darauf an, ob die Unterstützung bei 8,40 Euro hält. Falls nicht, rückt das 52-Wochen-Tief bei 8,16 in den Fokus.

E.on präsentiert sich in keiner guten Verfassung. Wer dennoch investiert ist, behält den Stoppkurs von 7,80 Euro im Auge.