29.04.2019 Andreas Deutsch

Egbert Prior: Meine Einschätzung zu Wirecard

-%
Wirecard
Trendthema

Er kennt die Aktienmärkte aus dem Effeff, hat alle Trends ganz genau im Blick. Die Rede ist von Egbert Prior. Der langjährige Herausgeber der Prior Börse schreibt für Sie auf deraktionaer.de über seine Favoriten an der Börse. Das sind meistens deutsche Nebenwerte mit hohem Kurspotenzial. Lesen Sie seine Analyse.

„Es gibt mehrere Gründe, warum Wirecard wie der Phoenix aus der Asche steigt. Zum Beispiel: CEO Markus Braun hält an der Jahresprognose fest. Der operative Gewinn (EBITDA) soll im laufenden Turnus zwischen 740 und 800 Millionen landen. In der Mitte der Spanne bedeutete dies einen Anstieg um 38 Prozent. Damit würde das hohe Wachstumstempo des Vorjahres beibehalten.

Ebenfalls bemerkenswert: der Softbank-Einstieg. Der japanische Technologiekonzern zählt zu den größten Unternehmen der Welt und ist beispielsweise auch bei Uber oder Alibaba beteiligt. Softbank will Wirecard unter anderem bei der Expansion nach Japan und Südkorea unterstützen. Beides noch weiße Flecken auf der Landkarte.

FT: Schwere Geschütze

Unterdessen ist von den Betrugsvorwürfen der Financial Times nicht viel übrig geblieben. Bei den vorgeworfenen Verfehlungen in Singapur scheint es sich nur um Peanuts zu handeln.

Allerdings legt die FT immer wieder nach. Zuletzt behauptete das Blatt, dass die Hälfte des Konzernumsatzes und nahezu der komplette ausgewiesene Gewinn über drei dubiose Partnerunternehmen in Dubai, Singapur und auf den Philippinen läuft. BaFin und Staatsanwaltschaft gehen derzeit aber eher dem Verdacht der Kursmanipulation durch „Wirecard-Gegner“ nach.

Für Mutige

Die Kooperation mit Softbank kommt einem Ritterschlag gleich. Der Kurs hat weiteres Erholungspotential. Wir behalten unsere Position im Prior Depot bei. Die Aktie ist allerdings nichts für Anleger mit schlechten Nerven, weiterhin muss mit Shortattacken gerechnet werden. Fazit: Wirecard ist ein spekulativer Kauf.“