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15.06.2020 Fabian Strebin

DWS Group greift an – Geschäft erholt sich wieder

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DWS Group

Die DWS Group hatte vergangenes Jahr den Turnaround geschafft. Nachdem Kunden Anlagegelder abgezogen hatten, gab es wieder mehrere Quartale von Zuflüssen. Die Corona-Pandemie hat dem Vorstand aber einen Strich durch die Rechnung gemacht, an den langfristigen Zielen hält der Vermögensverwalter jedoch fest. Finanzvorständin Claire Peel kündigt jetzt an, dass der Konzern eine aktive Rolle bei der Branchenkonsolidierung spielen will und das Geschäft wieder anzieht.

Im Interview mit der Börsen-Zeitung äußerte sich Peel zu den Expansionsplänen des Finanzkonzerns. Man befinde sich als global aufgestelltes Haus mit diversen Geschäftsfeldern „in einer privilegierten Stellung". "Wir wollen in jedem Fall eine aktive Rolle in der laufenden Konsolidierungsphase spielen", so Peel.

Explizit ausgeschlossen wurden auch größere Fusionen nicht. „Wir betrachten Fusionen immer unter dem Maßstab, ob der neue Partner die Fähigkeiten der DWS bereichert, ob er Zugang in neue Regionen oder zu neuen Kundengruppen ermöglicht.“ Mit 79,5 Prozent ist die Deutsche Bank noch immer der größte Aktionär. Gerüchte über eine Fusion mit der Fondssparte der UBS und Amundi in 2019 zeigen aber, dass man sich über verschiedene Konzepte Gedanken macht.

Positiv hervorzuheben ist, dass die Kunden der DWS anscheinend wieder mehr Mut fassen und an den Markt zurückkehren. Laut Peel liegt das verwaltete Vermögen zwar noch unter dem Wert von 767 Milliarden Euro (Stand Ende 2019). Aber im Vergleich zum März, als nur noch 700 Milliarden Euro von der DWS betreut wurden, soll es wieder zugelegt haben.

DER AKTIONÄR hatte Anfang Mai auf eine Erholung bei dem Vermögensverwalter gesetzt. Bisher ging die Empfehlung auf, die Aktie liegt im Plus. Wer noch nicht investiert ist, kann noch einsteigen. Gibt es keine zweite Welle, sollte die Erholung weitergehen. Anleger beachten den Stopp bei 26,00 Euro.

DWS Group (WKN: DWS100)