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24.02.2020 Michel Doepke

Dividenden-Garant GlaxoSmithKline: Neuer Deal mit Stada – jetzt zugreifen?

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GlaxoSmithKline
Trendthema

Der Arzneihersteller Stada stärkt sein Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten mit einer weiteren Übernahme. Der Pharmakonzern kauft 15 Markenprodukte vom britischen Pharmariesen GlaxoSmithKline (GSK), wie das Unternehmen am Montag in Bad Vilbel mitteilte. Zum Preis äußerte sich Stada nicht. Kreisen zufolge lag er bei rund 300 Millionen Euro.

Die Mittel, darunter das Erkältungsmedikament Coldrex, das Venenmittel Venoruton und das Vitaminpräparat Cetebe, würden in mehr als 40 Ländern vermarktet. Dazu zählten Deutschland, Italien, Russland und Spanien.

Stada auf Einkaufstour

Stada, bekannt etwa für das Erkältungsmittel Grippostad und die Sonnenmilch Ladival, gehört seit 2017 den Finanzinvestoren Bain und Cinven. Zuletzt hatten die Hessen eine Reihe von Übernahmen unter den finanzkräftigen Eignern gestemmt und gerade ihr Osteuropa-Geschäft ausgebaut: Im November hatte Stada für 660 Millionen Dollar ein Medikamentenportfolio des japanischen Konkurrenten Takeda Pharmaceutical gekauft - die größte Übernahme der Firmengeschichte. Zudem hatte Stada den Arzneihersteller Walmark in Tschechien für einen dreistelligen Millionen-Betrag erworben. 

Mit Mitteln von GSK hat Stada Erfahrung: Im vergangenen Sommer kaufte der Konzern mit Sitz nahe Frankfurt Hautpflegeprodukte sowie ein Hustenmittel von GSK. Die Briten haben ihr Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten mit dem des US-Konzerns Pfizer zusammengelegt und stoßen Geschäftsteile ab.

GlaxoSmithKline (WKN: 940561)

Charttechnisch hat sich das Bild bei der GSK-Aktie in den letzten Wochen merklich eingetrübt. Nun gilt es, die wichtige 200-Tage-Linie bei 1.688 Britische Pence (19,29 Euro) zu verteidigen. Investierte Anleger setzen auf eine Stabilisierung bei dem Dividenden-Titel (aktuelle Rendite 4,9 Prozent) und beachten den Stopp bei 16,50 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)