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25.11.2013 Markus Horntrich

Dialog Semiconductor: Darum fällt der Kurs - bis zum Short-Squeeze

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DAX

Bei Dialog Semiconductors wichtigstem Kunden Apple verdichten sich auch noch Gerüchte, dass China Mobile schon bald das iPhone in sein Angebot aufnehmen könnte. China Mobile ist mit 740 Millionen Nutzern der weltweit größte Mobilfunkprovider. Für Dialog könnte das einen Umsatzsprung bedeuten und der Aktie einen massiven Schub verleihen, da derzeit viele Short-Seller bei Dialog aktiv sind.

Umsatzsprung dank China Mobile

Einmal angenommen, dass zumindest fünf Prozent der insgesamt 740 Millionen China-Mobile-Nutzer auf ein iPhone wechseln, was bei einem Weltmarktanteil von Apple in Höhe von 17 Prozent durchaus realistisch ist, würde Dialog bei einem geschätzten Umsatzanteil von 1,50 Dollar je iPhone auf einen Schlag einen Umsatzsprung um 55 Millionen Dollar hinlegen.

Sieben Prozent der Aktien leerverkauft

Die jüngste Abwärtsbewegung wäre nach einer entsprechenden Meldung schlagartig beendet. Ein Grund für den Kursverfall in den vergangenen Wochen ist ein hoher Anteil an Shortsellern bei der TecDAX-Aktie. Größter Dialog-Bär ist derzeit der Hedge Fonds AKO Capital, der mit 2,85 Prozent der Aktien auf der Short-Seite ist, gefolgt von AQR Capital mit 2,7 Prozent. Insgesamt wurden in den vergangenen Wochen sieben Prozent aller ausstehenden Aktien leerverkauft.

Die größten Short-Seller bei Dialog:

  leerverkaufte Aktien Anteil an ausstehenden Aktien
AKO Capital 1,94 Mio. 2,85%
AQR Capital 1,83 Mio. 2,69%
Tremblant Capital 0,69 Mio. 1,01%
Oxford Asset Management 0,39 Mio. 0,57%

Short-Squeeze möglich

Wie schnell sich das Blatt bei Dialog Semiconductor wenden kann, hat sich im Mai 2013 gezeigt, als der Wert von neun auf knapp 13 Euro durchstartete. Auch hier sorgte ein Short-Squeeze für eine massive Rallye. Das ist auch zu erwarten, wenn Apple den China-Mobile-Deal veröffentlichen sollte.

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