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DHL Group: Morgen wird es wieder spannend

DHL Group: Morgen wird es wieder spannend
Foto: Djda/Shutterstock
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Thorsten Küfner Heute, 12:58 Thorsten Küfner

Am morgigen Donnerstag ist es soweit, dann wird die DHL Group ihre Zahlen für das abgelaufene erste Quartal veröffentlichen. Der DAX-Konzern kämpft auch 2026 mit einer eher lahmenden Weltwirtschaft. Diese kommt bislang einfach nicht nachhaltig in Schwung, vor allem in Europa geht es nur schleppend voran.

Bei der Vorlage der Jahreszahlen Anfang März berichtete das Management um Konzernchef Tobias Meyer von einem "guten Momentum" zum Jahresstart und zeigte sich optimistisch für das erste Quartal. Allerdings dürfte die Stärke des Euro für Gegenwind sorgen, hatte Finanzchefin Melanie Kreis da bereits gewarnt, denn Kerosin wird genauso wie gemietete Flugzeuge in Dollar bezahlt.

Hinzugekommen ist zudem seit Ende Februar der Iran-Krieg, der wirtschaftliche Unsicherheit und Sprünge beim Ölpreis mit sich bringt. Im Iran selbst hat der Konzern zwar quasi kein Geschäft, er ist jedoch insbesondere in den Golfstaaten umso stärker vertreten. Dabei können die Folgen der militärischen Eskalation für die DHL Risiken bringen - aber auch Chancen.

So ändern sich durch den Krieg viele Handelsrouten nicht zuletzt durch die Blockade der Straße von Hormus. Dies birgt durchaus Potenzial für die DHL: Je länger der Konflikt andauere, desto mehr Arbeit müsse erledigt werden, hatte Konzernchef Meyer Anfang März gesagt. Erst vor wenigen Tagen hatte der Manager bei Bloomberg TV aber auch vor einem Kipppunkt der globalen Konjunktur gewarnt. Noch sehe man kein verändertes Verhalten bei den Konsumenten, das könne sich aber rasch ändern, falls das Problem der Ölknappheit nicht gelöst werde.

Dabei spielen die Verwerfungen an den Energiemärkten auch für den Logistikkonzern selbst eine Rolle, etwa bei der Betankung von Flugzeugen zum Warentransport. Bislang sieht das Unternehmen aber keine unmittelbaren Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Zwar verzeichne man an einzelnen Standorten geringere Vorräte als üblich, hieß es vor einigen Tagen aus Bonn. Mit Betriebsbeeinträchtigungen rechne man derzeit jedoch nicht.

Finanzchefin Kreis hat für 2026 ein EBIT von 6,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt, wohl ein kleines Plus im Vergleich zu 2025. DHL erwartet aktuell keine Verbesserung des weltwirtschaftlichen Umfelds. Ob sich knapp zwei Monate nach dem Ausbruch des Iran-Kriegs mittlerweile eine Tendenz abzeichnet, dürfte morgen spannend werden.

Im Q1 dürfte das operative Ergebnis Analystenschätzungen zufolge im Jahresvergleich bei rund 1,4 Milliarden Euro stagniert haben. JPMorgan-Expertin Alexia Dogani rechnet mit einem "soliden" Jahresstart des Logistikkonzerns. Für das Gesamtjahr prognostizieren Experten der Analysehäuser und Investmentbanken einen Gewinn von 6,3 Milliarden Euro.

DHL Group (WKN: 555200)

Es dürfte spannend werden, was der DHL-Vorstand morgen berichten wird und wie er die aktuelle Lage bewertet. Die Aktie bleibt weiterhin attraktiv. Der Stoppkurs kann unverändert bei 39,00 Euro belassen werden.  

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: DHL Group.

Enthält Material von dpa-AFX

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