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DHL Group: Ein schlechtes Zeichen? Konkurrent senkt die Gewinnprognose

DHL Group: Ein schlechtes Zeichen? Konkurrent senkt die Gewinnprognose
Foto: DHL Group
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Thorsten Küfner Heute, 08:07 Thorsten Küfner

Die DHL Group wird in der kommenden Woche am Donnerstag die Zahlen für das erste Quartal vorlegen. Einen ersten Vorgeschmack, wie diese ausfallen könnten, lieferte heute bereits ein Logistikkonzern aus der Schweiz: So hat Kühne+Nagel in den ersten drei Monaten 2026 weniger umgesetzt und auch weniger verdient als im Vorjahreszeitraum.

Allerdings war dieser auch noch von außerordentlichem Wachstum geprägt gewesen. Mit dem Ausblick sieht sich der Konzern auf Kurs. In den Monaten Januar bis März sank der Nettoumsatz um zwölf Prozent auf 5,60 Milliarden Franken (rund 6,09 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Dabei belastete unter anderem auch der schwache US-Dollar. Währungsbereinigt wäre der Umsatz um fünf Prozent zurückgegangen.

Der um die volatilen Frachttarife bereinigte Rohertrag sank um sechs Prozent auf 2,11 Milliarden Franken, wie es weiter hieß. Im Vorjahr war das Geschäft von Kühne+Nagel im Startquartal stark gewachsen, da die Frachtbewegungen insbesondere in die USA aufgrund der Sorge vor der Einführung hoher Zölle in den USA zugenommen hatten. Schwächer fielen auch die Ergebnisse aus: Das Betriebsergebnis (Ebit) ging um 15 Prozent auf 343 Millionen Franken zurück, während der Reingewinn um 18 Prozent auf 248 Millionen Franken abnahm. Mit den Zahlen übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten.

Einschneidend ist für die Logistikbranche auch der Krieg im Nahen Osten. Derweil ermögliche es das internationale Netzwerk der Gruppe und das enge Zusammenwirken mit Kunden, jederzeit flexibel auf die sich schnell verändernden Situationen zu reagieren. "Diese Kompetenz und die aktuellen Marktdynamiken stimmen uns zuversichtlich für das zweite Quartal 2026, wozu auch unser konsequentes Kostenmanagement beiträgt", sagte Konzernchef Stefan Paul.

Den Ausblick hat Kühne+Nagel leicht angepasst. 2026 strebt der Konzern ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 1,25 bis 1,40 Milliarden Franken an. Bisher lag die Erwartung bei 1,2 und 1,4 Milliarden Franken. 

DHL Group (WKN: 555200)

Kühne+Nagel hat sich in einem schwierigen Umfeld letztlich relativ wacker geschlagen. Die Chancen stehen gut, dass die DHL Group die Lage ähnlich souverän meistert. Der DAX-Titel bleibt weiterhin attraktiv. Der Stoppkurs kann unverändert bei 39,00 Euro belassen werden.  

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: DHL Group.

Enthält Material von dpa-AFX

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